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Theo Zwanziger sagt: Er wollte Reformen bei der FIFA durchsetzen
Theo Zwanziger war bis Mai 2015 Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees © Getty Images

Nach der Suspendierung von Joseph S. Blatter und Michel Platini müssten auch die anderen Mitglieder der Exekutive Konsequenzen ziehen, meint der ehemalige DFB-Präsident.

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger hat einen kompletten Rücktritt des FIFA-Exekutivkomitees gefordert.

Die Führungsspitze des Weltverbandes, zu der er noch bis Mai 2015 selbst als Mitglied gehört hatte, sei derzeit "in der Hand der Staatsanwaltschaften und in der Hand des FBI", erklärte der 70-Jährige im Spiegel.

Daher müssten die "verbliebenen, nicht suspendierten Mitglieder geschlossen zurücktreten."

Zwanziger forderte zudem ein Übergangskomitee, das eine neue Verfassung mit Elementen wie einer Amtszeitbegrenzungen oder Leumundsprüfungen erstellen solle. Erst dann könne eine neue FIFA-Führung gewählt werden.

Strafrechtsprofessor Mark Pieth, der von 2011 bis 2013 das Independent Governance Committee der FIFA anführte, schlug derweil eine Teilung der Exekutive "in zwei Funktionshälften" vor, in eine Geschäftsführung und einen Aufsichtsrat.

"Die einen führen das Unternehmen, die anderen sind für die Firmenpolitik zuständig", sagte der Antikorruptionsexperte.

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