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Dagmar Freitag (r.) mit DFL-Präsident Reinhard Rauball
Dagmar Freitag (r.) mit DFL-Präsident Reinhard Rauball © Getty Images

Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses hält die internen Untersuchungen des DFB angesichts der Korruptionsvorwürfe um die Vergabe der WM 2006 nicht für ausreichend.

Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Dagmar Freitag, hat angesichts der Korruptionsvorwürfe um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland eine externe Überprüfung gefordert.

"Persönlich bin ich eben auch der Meinung, dass interne Untersuchungen beim DFB jetzt nicht mehr das Maß der Dinge sind", sagte die SPD-Politikerin am Samstag im rbb-Inforadio.

Weiter sagte sie: "Persönlich habe ich schon seit langem Zweifel an den Selbstreinigungskräften des Sports, nicht nur in solchen Fragen, auch in Fragen des Dopings. Und ich vermute mal, dass sich auch die Staatsanwaltschaft für die Vorgänge interessieren könnte."

Freitag kritisierte auch das Verhalten des DFB nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe: "Der Deutsche Fußball-Bund hat reagiert, zögerlich aus meiner Sicht. (...) Persönlich glaube ich eben, dass ein Vierzeiler auf der Webseite des Deutschen Fußball-Bundes auf Dauer jedenfalls nicht ausreichen kann, um die Vorwürfe zu entkräften."

Hinter den aktuellen Veröffentlichungen vermutet sie auch gezielte Racheakte. "Möglicherweise gibt es bei der FIFA mittlerweile einige, die noch alte Rechnungen begleichen wollen", so die 62-Jährige.

UEFA-Chef Michel Platini und FIFA-Boss Joseph S. Blatter "sind ja nicht die einzigen, die im Moment Probleme haben. Der Generalsekretär der FIFA ist suspendiert worden. Einige sind lebenslang gesperrt worden. Da sind ja ganz viele Leute, die ganz viel aus der Vergangenheit wissen, und die sicherlich nicht besonders amüsiert sind über das, was ihnen mittlerweile widerfahren (...) ist, und da kann es schon zu der ein oder anderen Veröffentlichung kommen".

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