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Das Logo der WM 2006
Erneute Ungereimtheiten überschatten das Sommermärchen von 2006 © Getty Images

Im Zuge des Sommermärchen-Skandals sind neue Ungereimtheiten aufgetaucht. Eine Differenz im FIFA-Zuschuss von sieben Millionen Euro sorgt für Verwirrung.

Im Zahlungsverkehr zwischen dem Organisationskomitee der WM 2006 in Deutschland und dem Weltverband FIFA sind weitere Unklarheiten aufgetaucht.

SID-Auswertungen der beiden Reports ergaben im Bereich des FIFA-Zuschusses für die WM-Macher eine Differenz von sieben Millionen Euro.

Während die Bundesregierung im November 2006 den FIFA-Beitrag auf 170 Millionen bezifferte, weist der FIFA-Finanzbericht 2006, der 2007 vorgelegt wurde, Zahlungen an das OK in Höhe von 177 Millionen Euro aus.

In der Debatte über mutmaßliche Korruption bei der WM-Vergabe an Deutschland spielt eine ungeklärte Überweisung des OK in Höhe von 6, 7 Millionen Euro an die FIFA aus dem Jahr 2005 eine Schlüsselrolle.

Der DFB stellt die Summe als Kulturprogramm-Zuschuss für die FIFA für die Organisation der Eröffnungsgala dar, sucht seinen Angaben zufolge derzeit jedoch nach der tatsächlichen Verwendung des Geldes.

Übereinstimmen Regierung und FIFA hingegen bei den Angaben zur anteiligen Rückerstattung der Zuschüsse nach Turnierende: Demnach zahlte das OK aufgrund seines Überschusses und einer entsprechenden Vereinbarung mit der FIFA 40,8 Millionen an den Weltverband zurück.

Gemäß Regierungsauskünften verbuchte das OK mit seinem laut DFB-Angaben 430 Millionen Euro umfassenden Etat in seiner Abschlussbilanz vor Steuern einen Überschuss von 135 Millionen Euro.

Insgesamt hat der DFB 101 Millionen Euro an verschiedenen Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen bezahlt. Bei der Aufteilung verbleibender 56,5 Millionen erhielten sowohl der DFB wie die Deutschen Fußball Liga (DFL) 28,25 Millionen Euro.

Zur Finanzierung des Kunst- und Kulturprogramms für die WM wollte das Bundesinnenministerium dem Regierungsbericht zufolge von 2003 bis 2006 insgesamt 29 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die FIFA soll für die später abgesagte Eröffnungsgala mit Kosten in Höhe von über 20 Millionen Euro kalkuliert haben.

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