vergrößernverkleinern
Jose Maria Marin
Jose Maria Marin © Getty Images

Jose Maria Marin, ehemaliger Präsident des brasilianischen Fußball-Verbandes CBF, hat nach seiner Auslieferung in die USA vor Gericht auf nicht schuldig plädiert.

Die Kaution wurde auf 15 Millionen US-Dollar festgesetzt. Der 83-Jährige war am Dienstag von zwei US-Polizisten in Zürich abgeholt und nach New York gebracht worden. Am 16. Dezember muss der Brasilianer erneut vor dem Bundesgericht in Brooklyn aussagen.

Marin war Ende Mai zusammen mit sechs weiteren Funktionären in Zürich auf Antrag der US-Behörden verhaftet worden.

Ihm wird vorgeworfen, beim Verkauf von Marketingrechten für die Copa America sowie für die Copa do Brasil von Sportvermarktungsunternehmen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen und mit anderen Funktionären geteilt zu haben. Durch diese Vorgehensweise seien zwei Kontinentalverbände sowie der brasilianische Nationalverband finanziell geschädigt worden.

Das Schweizer Bundesamt für Justiz (BJ) hatte bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass nach dem früheren CONCACAF-Chef Jeffrey Webb (Kaymaninseln) auch Marin in seine Auslieferung in die Vereinigten Staaten eingewilligt habe. Der ehemalige FIFA-Vizepräsident Webb wird inzwischen als potenzieller Kronzeuge gehandelt.

Die fünf anderen ehemaligen FIFA-Funktionäre, Julio Rocha (Nicaragua), Eugenio Figueredo (Uruguay), Eduardo Li (Costa Rica), Rafael Esquivel (Venezuela) sowie Costas Takkas (Großbritannien) widersetzen sich hingegen nach wie vor einer Auslieferung an die USA.

Sie haben alle angekündigt, Beschwerden gegen die in den letzten fünf Wochen vom BJ ausgesprochenen Auslieferungsentscheide beim Bundesstrafgericht zu erheben. Die Beschwerden von Figueredo und Esquivel sind bereits beim Bundesstrafgericht eingegangen.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel