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Nach seinem Rücktritt als DFB-Präsident verabschiedet sich Wolfgang Niersbach von seinen ehemaligen Mitarbeitern in der DFB-Zentrale. In seiner Rede wird er emotional.

Zwei Tage nach seinem Rücktritt als DFB-Präsident hat sich Wolfgang Niersbach nach SPORT1-Informationen offiziell von den Mitarbeitern verabschiedet.

In einer hoch emotionalen Rede erklärte der 64-Jährige um 9.30 Uhr noch einmal seine Beweggründe, den Verband nach insgesamt 27 Jahren zu verlassen.

Er übernehme die politische Verantwortung im Skandal um die WM-Vergabe 2006, habe sich persönlich aber nichts zuschulden kommen lassen.

"Ein großes Stück Mesnschlichkeit geht"

DFB-Vizepräsident Peter Frymuth kommentierte den Auftritt sichtlich berührt bei Sky: "Was uns alle so betroffen macht ist, dass ein großes Stück Menschlichkeit von unserer Seite geht. Wolfgang Niersbach hat sich - was Loyalität, Offenheit und Herzlichkeit betrifft - eigentlich nie verändert."

Derweil bedankte sich der 1. Vizepräsident Dr. Rainer Koch. "Dass das heute ein sehr emotionaler Abschied von Wolfgang Niersbach bei den hauptamtlichen Mitarbeitern war, ist verständlich. Man kann nur sagen: Danke Wolfgang Niersbach für die Arbeit, die er im DFB erbracht hat", sagte er.

Duell Koch gegen Grindel

Danach verließ Niersbach, der seit 1988 als Pressesprecher, Direktor, Generalsekretär und seit März 2012 als Präsident für den DFB tätig war, die Zentrale an der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise.

Zuvor hatte er bereits sein Büro geräumt. Derweil läuft es in der Frage der Nachfolge als DFB-Präsident auf ein Duell zwischen Koch und Schatzmeister Reinhard Grindel hinaus.

Rauball sagt ab

Am Dienstag hatte Favorit Dr. Reinhard Rauball sowie die ebenfalls genannten Oliver Bierhoff und Heribert Bruchhagen erklärt, nicht zur Verfügung zu stehen. Voraussichtlich im Frühjahr 2016 soll die Neuwahl stattfinden.

"Gehen Sie davon aus: Wir werden bei der EURO 2016 vollständig geordnet aufgestellt sein", sagte Koch, der momentan interimsweise zusammen mit Rauball den Verband führt.

Laut Koch wird sich die DFB-Spitze am Freitag vor dem Länderspiel in Paris gegen Frankreich zusammensetzen und "entscheiden, was akut ansteht".

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