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Jerome Champagne hatte als einziger die Debatte nicht abgesagt
Jerome Champagne kandidiert am 26. Februar 2016 als FIFA-Präsident © Getty Images

Präsidentschafts-Kandidat Jerome Champagne (Frankreich) hat im Rahmen seines Wahlkampfes erneut deutlich mehr Transparenz bei der Führung des Fußball-Weltverbandes FIFA in Aussicht gestellt.

"Für mich darf die FIFA nicht irgendeine private Organisation bleiben, sondern muss sich zu einer Art Regierung entwickeln", sagte der 57 Jahre alte Ex-FIFA-Funktionär bei Sky.

"In Deutschland beispielsweise ist das Gehalt von Angela Merkel kein Geheimnis, auch in den USA kennt man die Einkünfte von Präsident Obama. Es muss auch in der FIFA ganz normal werden, dass Gehälter offengelegt werden", sagte Champagne: "Außerdem müssen wir die internen Abläufe viel transparenter gestalten, die FIFA soll mit mir eine Weltregierung des Fußballs werden."

Champagne ist bei der Wahl eines Nachfolgers für den suspendierten FIFA-Boss Joseph S. Blatter (Schweiz) am 26. Februar einer von insgesamt sieben Anwärtern. "Das erste Mal in der Geschichte des Weltverbandes haben wir so viele Kandidaten", sagte der Franzose: "Ich fordere die anderen dazu auf, eine offene und ehrlich Debatte über die Vision einer neuen FIFA zu führen."

Mit Blick auf die Affäre rund um den Deutschen Fußball-Bund und die Vergabe der WM 2006 forderte Champagne den DFB auf, "alles sauber aufzuklären, Reformen anzugehen, damit die Wahrheit ans Licht kommt". DFB-Präsident Wolfgang Niersbach müsse sich "der Verantwortung stellen. Es läuft eine Untersuchung und alle beim DFB müssen offen damit umgehen".

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