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Jose Maria Marin
Jose Maria Marin wurde Ende Mai in Zurück verhaftet © Getty Images

Jose Maria Marin, ehemaliger Präsident des brasilianischen Fußball-Verbandes CBF, ist am Dienstag an die USA ausgeliefert worden.

Der 83-Jährige wurde von zwei US-Polizisten in Zürich abgeholt und nach New York gebracht. Nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP soll Marin noch am Dienstag vor Gericht aussagen.

Das Schweizer Bundesamt für Justiz (BJ) hatte bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass nach dem früheren CONCACAF-Chef Jeffrey Webb (Kaymaninseln) auch Marin in seine Auslieferung in die Vereinigten Staaten eingewilligt habe.

Marin (83) war Ende Mai zusammen mit sechs weiteren Funktionären in Zürich auf Antrag der US-Behörden verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, beim Verkauf von Marketingrechten für die Copa America sowie für die Copa do Brasil von Sportvermarktungsunternehmen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen und mit anderen Funktionären geteilt zu haben.

Durch diese Vorgehensweise seien zwei Kontinentalverbände sowie der brasilianische Nationalverband finanziell geschädigt worden.

Von den Festgenommenen befand sich bislang nur der ehemalige FIFA-Vizepräsident Webb in den USA und wird inzwischen als potenzieller Kronzeuge gehandelt.

Die fünf anderen ehemaligen FIFA-Funktionäre, Julio Rocha (Nicaragua), Eugenio Figueredo (Uruguay), Eduardo Li (Costa Rica), Rafael Esquivel (Venezuela) sowie Costas Takkas (Großbritannien) widersetzen sich hingegen nach wie vor einer Auslieferung an die USA.

Sie haben alle angekündigt, Beschwerden gegen die in den letzten fünf Wochen vom BJ ausgesprochenen Auslieferungsentscheide beim Bundesstrafgericht zu erheben. Die Beschwerden von Figueredo und Esquivel sind bereits beim Bundesstrafgericht eingegangen.

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