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Die rechtssprechende Kammer der FIFA will in Kürze einen Urteil gegen Blatter und Platini fällen. Ein FIFA-Insider erklärt, warum der Weltverband unter Zeitdruck steht.

Die Fifa-Ethikkommission wird in dem Verfahren gegen den Präsidenten Joseph Blatter und Uefa-Chef Michel Platini voraussichtlich zwischen dem 15. und 24. Dezember ihr Urteil fällen.

Dies erfuhr das Nachrichtenmagazin Spiegel aus dem Umfeld der rechtsprechenden Kammer des Welt-Fußballverbandes.

Demnach wird der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert in diesem Zeitraum Blatter und Platini noch einmal anhören, ehe er den Fall entscheidet.

"Aufgrund der anstehenden Wahl des Fifa-Präsidenten am 26. Februar in Zürich muss das alles sehr zeitnah passieren", sagt ein Fifa-Insider. Dort will Platini zum Nachfolger Blatters gekürt werden.

Ende der vergangenen Woche hatte die Untersuchungskammer der Ethikkommission ihren Abschlussbericht an Richter Eckert übermittelt. Im Kern geht es um den Vorwurf der Urkundenfälschung und Bestechung.

Die Fifa hatte Platini im Jahr 2011 auf Anweisung Blatters zwei Millionen Schweizer Franken gezahlt.

Beide Funktionäre geben an, Platini habe das Geld für eine Beratertätigkeit erhalten, die er von 1999 bis 2002 für Blatter geleistet haben soll.

Die Überweisung der zwei Millionen taucht allerdings in keiner FIFA-Bilanz auf.

Sollten Blatter und Platini tatsächlich gesperrt werden, droht ihnen ein lebenslanger Ausschluss vom Fußball.

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