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Otto Schily (l.) arbeitete bei der WM-Bewerbung eng mit Franz Beckenbauer zusammen
Otto Schily (l.) arbeitete bei der WM-Bewerbung eng mit Franz Beckenbauer zusammen © Getty Images

Der frühere Innenminister Otto Schily vertraut Franz Beckenbauer trotz der Affäre um die WM 2006 "nach wie vor". Den "Kaiser" kenner er als "integre Persönlichkeit".

Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily steht in der Affäre um die Fußball-WM 2006 weiter zu dem damaligen OK-Chef Franz Beckenbauer.

"Franz Beckenbauer kenne ich als integre Persönlichkeit, dem ich nach wie vor vertraue, dass er bei der Bewerbung um die WM 2006 keine unlauteren Mittel angewandt hat", sagte der 83-Jährige der Bild-Zeitung. Schily war zur fraglichen Zeit Innenminister.

Am Dienstag hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigt, dass Beckenbauer und Jack Warner (Trinidad und Tobago), damaliger Präsident des Verbandes für die Karibik, Nord- und Zentralamerika (CONCACAF), ein Dokument unterschrieben haben, welches den Verdacht des versuchten Stimmenkaufs für die Weltmeisterschaft nahelegt.

Schily selbst will von möglichen Bestechungen nichts mitbekommen haben.

"Mir ist nichts aus eigenem Wissen darüber bekannt, ob und gegebenenfalls welcher Art es Geschäftsbeziehungen zwischen dem DFB oder dem Organisationskomitee für die WM 2006 und Jack Warner gegeben hat", so Schily.

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