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FBL-GER-DFB-MUSEUM
Wolfgang Niersbach ist seit März 2012 DFB-Präsident. © Getty Images

Die FIFA-Ethikkommission verneint ein "formelles Verfahren" gegen den DFB-Präsidenten. Die Situation könnte sich aber schnell ändern, eine drastische Strafe droht.

Gegen den DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (64) läuft im Zuge der Affäre um die Fußball-WM 2006 noch kein "formelles Verfahren" der FIFA-Ethikkommission.

Ein solches würde umgehend von der ermittelnden Kammer um den Schweizer Anwalt Cornel Borbely angekündigt werden, da der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Exekutivkomitee des Weltverbandes FIFA sitzt.

Die "Entwicklungen in Deutschland" würden aber sehr genau verfolgt, sagte ein Sprecher der Kommission.

Ob gegen Niersbach, der sich am Montag (9. November) intern während einer außerordentlichen DFB-Präsidiumssitzung erklären will, eine Voruntersuchung laufe, kommentiere die Kammer "grundsätzlich nicht". Dies kann allerdings nach SID-Informationen auch verfahrenstaktische Gründe haben.

Am Donnerstag hatte die Bild berichtet, dass Niersbach wegen der ungeklärten 6,7-Millionen-Euro-Zahlung des WM-Organisationskomitees angeblich an die FIFA eine 90-Tage-Sperre drohe.

Eine solche Sanktion war zuletzt gegen den FIFA-Präsident Joseph S. Blatter (Schweiz/79) und Michel Platini (Frankreich/60), den Präsidenten der Europäischen Fußball-Union (UEFA), verhängt worden.

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