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FBL-FIFA-INTERPOL-MATCH-FIXING
Sepp Blatter sieht sich selbst in der Opferrolle © Getty Images

In einem Brief an die FIFA-Mitglieder stellt sich der suspendierte Präsident Joseph Blatter als Opfer dar und vergleicht seine Situation mit der Ketzerverfolgung.

Der suspendierte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter fühlt sich im Korruptionsskandal des Fußball-Weltverbandes weiterhin als Opfer.

"Dieser Prozess erinnert mich an die Inquisition", schrieb der 79-Jährige in einem persönlichen Brief an alle 209 FIFA-Mitgliedsverbände.

Blatter soll am Donnerstag vor der rechtsprechenden Kammer der FIFA-Ethikkommission aussagen, die ihn wegen einer dubiosen Zahlung an den ebenfalls suspendierten UEFA-Präsidenten Michel Platini mit einer provisorischen Sperre über 90 Tage belegte.

"Die Art und Weise, wie aber die Untersuchungskammer der Ethikkommission über das laufende Verfahren kommuniziert, die Höchststrafe gefordert und die öffentliche Vorverurteilung verstärkt hat, weisen eine tendenziöse und gefährliche Dimension auf", schrieb Blatter. Die Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken 2011 an Platini sei "rechtens", wiederholte er und beteuerte erneut seine Unschuld. Er habe seine Funktionen "nach bestem Wissen und Gewissen wahrgenommen".

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