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Die FIFA gibt auch bei der Präsentation eines umfassenden Reformpakets kein gutes Bild ab. Präsident Issa Hayatou wird auf einer Pressekonferenz von der Müdigkeit übermannt.

Der schwer in der Kritik stehende Fußball-Weltverband FIFA hat am Donnerstag in Zürich ein umfassendes Reformpaket auf den Weg gebracht, dabei aber ein alles anderes als gutes Bild abgegeben.

Der Tag begann mit der Festnahme zweier hochrangiger Funktionäre und endete mit dem amtierenden Präsidenten Issa Hayatou, der auf seiner eigenen Pressekonferenz einschlief.

Der aktuelle Amtsinhaber hatte auf der PK vor den versammelten Journalisten aus aller Welt eine siebenminütigen Rede gehalten und schon dabei einen leicht angeschlagenen Eindruck hinterlassen.  Monoton und ohne die Medienvertreter eines Blickes zu würdigen brachte er seinen Auftritt hinter sich.

Nachdem er das Wort an den FIFA-Reformer Francois Carrard übergeben hatte, setzte er sich am nebenstehenden Podium hin. Dort wurde er von seiner Müdigkeit endgültig übermannt und schlief ein. Ein Journalist der BBC sprach den 69-Jährigen später darauf an: "Sie sind offenbar während der Präsentation eingeschlafen." Der FIFA-Chef entgegnete nur knapp: "Ich hatte leichte Probleme, aber im Februar gibt es einen neuen Präsidenten."

Ein Grund für den ungewöhnlichen Auftritt Hayatous könnte dessen Gesundheitszustand sein. Der Fußball-Funktionär musste sich im November einer Nieren-Transplantation unterziehen, hatte die Interims-Präsidentschaft aber dennoch nicht abgegeben.

Der eigentliche Amtsinhaber Joseph Blatter war im Zuge des FIFA-Skandals suspendiert worden.

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