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Thomas Bach ist Präsident des IOC
Thomas Bach will möglichst tiefgreifende Reformen bei der FIFA sehen © Getty Images

IOC-Präsident Thomas Bach hat sich über die Situation beim krisengeschüttelten Fußball-Weltverband FIFA geäußert.

"Ich habe schon vor einigen Wochen gesagt: Genug ist genug! Was man jetzt sieht, geht darüber nochmal hinaus mit den neuen Anklagen und mit den neuen Verhaftungen", sagte der 61-Jährige in Stuttgart am Rande der Verleihung der Reinhold-Maier-Medaille durch die FDP/DVP-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg.

Weiter führte Bach aus: "Aber im Prinzip ist das richtig, was ich auch damals schon gefordert habe, dass man sich in der FIFA konzentrieren soll auf die Reformen, und das man nicht glauben darf, dass mit der Wahl eines neuen Präsidenten alle Probleme gelöst seien."

Am Donnerstag hatte es am Rande der FIFA-Exekutive in Zürich Verhaftungen von zwei Vize-Präsidenten und Ermittlungen gegen 14 weitere hochrangige Funktionäre gegeben. Am Samstag folgten dann drei weitere Verhaftungen von FIFA-Funktionären.

Es komme darauf an, so Bach, "tiefgreifende Reformen herbeizuführen".

Und es komme auch darauf an, "dass die von allen glaubwürdig vertreten werden und dass man sieht, dass hinter Reformen auch ein tatsächlicher Reformwille steht und diese nicht nur einfach verabschiedet werden", so der Fecht-Olympiasieger von 1976. Es seien in der FIFA auch durchaus "reformwillige Kräfte vorhanden".

Denen müsse man zum Durchbruch verhelfen. 

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