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Theo Zwanziger sagt: Er wollte Reformen bei der FIFA durchsetzen
Theo Zwanziger sagt: Er wollte Reformen bei der FIFA durchsetzen © Getty Images

Theo Zwanziger (70), ehemaliger Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat die Kritik von DOSB-Boss Alfons Hörmann entschieden zurückgewiesen.

"Ich habe in der FIFA vier Jahre lang versucht, Reformen durchzusetzen. Zuletzt bin ich von den Europäern dabei blockiert worden", sagte Zwanziger der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung einen Tag nach Hörmanns verbalem Angriff.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hatte Zwanziger am Samstag bei der DOSB-Mitgliederversammlung in Hannover attackiert und gefragt, wo denn die Verantwortung derjenigen liege, "die uns in diesen Gremien vertreten? Wie kann es passieren, dass jemand auf Weltverbandsebene nicht mitbekommt, nicht adressiert, nicht verantwortlich in irgendeiner Form exekutiert, was im Rahmen seiner Verantwortung notwendig gewesen wäre?"

Zwanziger gewann den Vorwürfen derweil nur ein müdes Lächeln ab.

"Das ist ein schäbiger Versuch, von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Wer ist denn dieser Herr Hörmann? Er hat nie versucht, mit mir zu reden", sagte der Jurist.

Er sieht sich vielmehr als treibende Kraft des Reformprozesses im Weltverband.

Auf sein Betreiben sei schließlich die Ethik-Kommission der FIFA erst entstanden, die "jetzt so gut arbeitet", behauptete Zwanziger.

Zudem seien die jüngsten Verhaftungen nur geschehen, weil er den suspendierten FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter "ermunterte, der Schweizer Staatsanwaltschaft Akten zu übergeben".

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