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Stefan Hans (l.) war DFB-Vize-Generalsekretär
Stefan Hans (l.) war DFB-Vize-Generalsekretär © Getty Images

Der ehemalige DFB-Vize-Generalsekretär Stefan Hans sieht sich zu Unrecht beim Deutschen Fußball-Bund im Zusammenhang mit der WM-2006-Affäre an den Pranger gestellt.

Der langjährige DFB-Mitarbeiter war im Archiv des Verbandes auf ein brisantes Dokument gestoßen.

Das auf den 2. Juli 2000 (vier Tage vor der Vergabe der WM 2006) datierte Schriftstück, unterschrieben von WM-Organisationsboss Franz Beckenbauer und dem früheren FIFA-Vize Jack Warner, beinhaltete erhebliche Zusagen an Warner. Der DFB wertete das Dokument als möglichen Bestechungsversuch.

Angeblich soll Hans nicht das gesamte Präsidium über den Fund informiert zu haben, sondern nur DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock.

"Der DFB-Präsident hat ähnlich wie die Bundeskanzlerin eine Richtlinienkompetenz. Wenn er ein Verfahren an sich zieht, obliegt es ihm, wen er informiert", sagte Hans nun der Welt am Sonntag und rechtfertigte seine Vorgehensweise. Die Bedeutung der gefundenen Unterlagen war Hans schon bewusst: "Mir war klar, dass das brisant ist."

Ob damit Stimmen für die WM gekauft wurden, ist allerdings nach wie vor ungeklärt.

Er habe Niersbach und Generalsekretär Helmut Sandrock angerufen und nach weiteren Instruktionen gefragt. 

Niersbach soll ihn angeblich gebeten haben, noch zu warten, er würde das selbst klären.

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