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München - Wer wird Weltfußballer 2015: Cristiano Ronaldo, Lionel Messi oder Neymar? SPORT1 überträgt die Gala und nimmt vorher Ronaldo und die beiden Barca-Stars unter die Lupe.

Wenn am Montag die Größen der Szene im Zürcher Kongresszentrum zusammenkommen, wird aus dem Mannschaftssport Fußball für einen Abend eine Show der Individualisten.

Während einer glamourösen Gala (ab 18.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wird der Weltfußaller des Jahres mit dem Ballon d'Or ausgezeichnet.  

Zur Auswahl stehen Vorjahressieger Cristiano Ronaldo, Vierfach-Gewinner Lionel Messi und Neymar. Wer bekommt den Goldenen Ball überreicht?

SPORT1 analysiert die Leistungen des Trios im Jahr 2015 anhand ihrer Daten und der Bedeutung für die jeweiligen Klubs und Nationalmannschaften.

CRISTIANO RONALDO:

Der Titelverteidiger und Narziss unter den besten Profis der Welt. Keinem bedeuten persönliche Auszeichnungen und Rekorde mehr als dem Portugiesen von Real Madrid.

Rekorde ließ "CR7" auch im abgelaufenen Jahr wieder nur so purzeln. Besonders in der Champions League stellte er praktisch mit jedem Spiel einen neue Bestmarke auf. Elf Tore in der Gruppenphase des aktuellen Wettbewerbs bedeuten genauso einen noch nie dagewesenen Wert wie die 88 Treffer, die ihm bislang in der Königsklasse gelungen sind.

Insgesamt erzielte Ronaldo im Jahr 2015 in 57 Spielen 57 Tore. Das heißt, er machte im Schnitt in jedem Spiel sein Tor. In die Wertung flossen sämtliche Pflichtspiele für Real sowie die fünf Länderspiele ein, die er für Portugal absolvierte.

Statistisch gesehen, hätte Real in dieser Champions-League-Saison den Gruppensieg ohne seine Tore Paris St-Germain überlassen müssen. Auch in der vergangenen Saison prägte der 30-Jährige mit seinen Treffern das Auftreten der "Königlichen" in Europa.

Das überraschende Halbfinal-Aus gegen Juventus Turin konnten aber auch seine beiden Treffer nicht verhindern. Genauso wie er auch den spanischen Titel nicht nach Madrid holen konnte - trotz seiner 23 Tore in der Rückrunde.

Die portugiesische Nationalmannschaft führte er souverän zur EM-Endrunde, auch wenn er in drei der vier Qualifikationsspielen 2015 ohne Torerfolg blieb.

LIONEL MESSI:

Der ewige Rivale von Ronaldo. Für den Argentinier spricht, dass er mit dem FC Barcelona im vergangenen Jahr fast alles gewann, was man im Vereinsfußball gewinnen kann: Meisterschaft, Pokal, Champions League, UEFA-Supercup und die Klub-WM. Nur den spanischen Superpokal musste man Athletic Bilbao überlassen.

Messi war an allen Triumphen maßgeblich beteiligt. Zum Gewinn der spanischen Meisterschaft steuerte "La Pulga" im vergangenen Kalenderjahr 28 Tore in 22 Spielen bei.

Im Elfmeterthriller des UEFA-Supercups gegen den FC Sevilla waren es zwei Tore und eine Vorlage, und im Finale der Klub-WM gegen River Plate war es ein Treffer. Nur beim 3:1-Sieg im Finale der Champions League gegen Juventus begnügte er sich mit einer Vorlage.

Dennoch musste der 28-Jährige auch eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Mit Argentinien verlor er das Finale der Copa America mit 1:4 nach Elfmeterschießen gegen Chile. Den einzigen Treffer für den Vizeweltmeister markierte Messi.

Was die Gesamtzahl an Toren betrifft, musste er sich allerdings Ronaldo mit 50:57 geschlagen geben.

NEYMAR:

Viele Fußball-Fans haben noch das Bild des leidenden Neymar von der WM 2014 im Kopf. Im Viertelfinale hatte ihn der Kolumbianer Juan Zuniga so schwer am Rücken verletzt, dass er sich einen Wirbelbruch zugezogen hatte.

Umso erstaunlicher war, wie schnell Neymar wieder zurück zu alter Form fand. 2015 etablierte sich der 23-Jährige endgültig im Paradesturm des FC Barcelona und steuerte elf Tore zum Gewinn der spanischen Meisterschaft bei.

Im Finale der Champions League gegen Juve krönte er seine Gala-Vorstellung mit dem Tor zum 3:1-Endstand. Und beim 3:1-Erfolg im Finale des spanischen Pokals gegen Bilbao trug er sich mit seinem siebten Treffer im Wettbewerb ebenfalls in die Torschützenliste ein.

Die Copa America endete für ihn indes frustrierend. Nach einer Tätlichkeit im Spiel gegen Kolumbien verpasste er das abschließende Gruppenspiel und die Viertelfinal-Niederlage gegen Paraguay wegen einer Rotsperre.

Insgesamt kam Neymar 2015 auf 46 Tore und 22 Vorlagen.

Was die Anzahl der Titel angeht, ist Neymar 2015 - wie sein Teamkollege Messi - unschlagbar. Doch am Ende wird es in Zürich nur einen Sieger geben.

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