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Die FIFA braucht einen neuen Präsidenten © Getty Images

Der Fußball-Weltverband sendet zum wiederholten Mal ein schlechtes Zeichen. Nur ein Anwärter auf die Präsidentschaft stellt sich den Fragen des EU-Parlaments.

Der Franzose Jérôme Champagne hat sich am Mittwoch als einziger FIFA-Präsidentschaftskandidat den Fragen des EU-Parlaments gestellt. Die übrigen vier Funktionäre verzichteten dagegen auf die Debatte und zogen viel Kritik auf sich.

"Das ist ein wirklich schlechtes Signal. Das zeigt die alte FIFA", sagte der Belgier Ivo Belet, seit 2004 Mitglied des Parlaments.

Die Britin Emma McClarkin sprach von einem "Eigentor" der vier Kandidaten und einem "Eigentor für die FIFA. Wir sind tief enttäuscht".

Prinz Ali bin Al Hussein (Jordanien), Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (Bahrain), Gianni Infantino (Schweiz) und Tokyo Sexwale (Südafrika) hatten den Termin unter anderem mit dem Hinweis ausgelassen, die Debatte könne gegen FIFA-Regeln verstoßen.

Champagne, der vor dem Parlament unter anderem sein Programm erläuterte, bezeichnete die derzeitige FIFA-Situation als "ernst". Wenn es "keine Führung gibt, werden Menschen das Spiel stehlen", sagte der 57-Jährige.

Vor zwei Wochen war bereits eine angedachte TV-Debatte der fünf Kandidaten geplatzt. Der Nachfolger des für acht Jahre gesperrten FIFA-Bosses Joseph S. Blatter wird am 26. Februar in Zürich gewählt.

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