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Prinz Ali bin Al Hussein kandidiert für die Spitze der FIFA
Prinz Ali bin Al Hussein kandidiert für die Spitze der FIFA © Getty Images

Im Fall seiner Wahl zum neuen Präsidenten des Weltverbands will der 40-Jährige seine Vergütung für einen guten Zweck stiften. Wie hoch sein Salär dann wäre, ist unklar.

FIFA-Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin Al Hussein will im Kampf um die Macht beim Weltverband auch durch Bescheidenheit punkten.

"Es ist in Ordnung, dass Spitzenkräfte eines Spitzensportverbandes ihrer Verantwortung entsprechend bezahlt werden, aber ich persönlich würde mein Gehalt für Entwicklungsprogramme oder Hilfsprojekte spenden", sagte der 40 Jahre alte Spross des jordanischen Königshauses bei einem Wahlkampf-Termin im neuseeländischen Auckland zu Reportern.

Das Präsidenten-Gehalt ist bei der FIFA durch die Verschleierungstaktik des gesperrten Verbandschefs Joseph S. Blatter seit Jahren ein Reizthema.

Bis heute verweigert der 79-Jährige eine Offenlegung seiner Bezüge, die auch trotz seiner Kaltstellung noch bis zur Wahl seines Nachfolgers am 26. Februar in Zürich fließen, und nährte damit Kritik an der FIFA wegen mangelnder Transparenz.

Im Gespräch sind Beträge von jährlich mehreren Millionen Schweizer Franken.

Zuletzt hatte die FIFA dem Schweizer immerhin die Auszahlung von Bonus-Honoraren gestrichen, da Blatter im Zusammenhang mit dem Skandal um den entlassenen Generalsekretär Jerome Valcke seine Kontrollpflichten verletzt haben könnte.

Durch seine Verzichtsankündigung setzt sich Prinz Ali, der auf dem FIFA-Kongress im vergangenen Mai in Zürich als gescheiterter Blatter-Herausforderer im ersten Wahlgang immerhin 73 der insgesamt 209 Stimmen auf sich vereinen konnte, demonstrativ von seinen vier Konkurrenten ab.

Asiens Kontinental-Chef Scheich Salman bin Al Khalifa (Bahrain), Tokyo Sexwale (Südafrika), Jerome Champagne (Frankreich) und Generalsekretär Gianni Infantino (Schweiz) vom Europa-Verband UEFA beschränkten sich vor dem Hintergrund des FIFA-Korruptionsskandals bislang auf mehr oder weniger taugliche Reformversprechen.

Infantino köderte potenzielle Wähler zuletzt jedoch außerdem mit der Ankündigung, für den Fall seiner Wahl die Zahl der Teilnehmer an WM-Endrunden ab 2026 von derzeit 32 Mannschaften auf 40 Teams zu erhöhen.

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