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Liverpool - Nach dem dramatischen Einzug ins Finale des Ligapokals verspricht Jürgen Klopp Liverpools Fans den Titel. Auch beim Elfmeterschießen liegen ihm die Belange der Anhänger am Herzen.

Als Jürgen Klopp nach einem dramatischen Elfmeterschießen mit dem FC Liverpool ins Finale des englischen Ligapokals eingezogen war, präsentierte er den ausgelassenen Fans der Reds gleich ein Titelversprechen hinterher.

"Wir werden das Finale gewinnen", sagte der Trainer bei Sky Sports.

Im Endspiel am 28. Februar trifft Liverpool nun entweder auf Manchester City oder den Stadtrivalen FC Everton. Am Mittwoch (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) muss City vor heimischem Publikum einen 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen. Ein Stadtderby gegen die "Toffees"im Finale wäre Klopp noch ein wenig lieber als ein Spiel gegen Manchester City. Ein Derby wäre "großartig für die ganze Stadt", sagte Klopp. Allerdings hätten Einbrecher dann Hochkonjunktur. "Wenn ganz Liverpool zum Finale fährt, ist das toll, aber dann müssten wir auf unsere Häuser aufpassen - das wäre eine leere Stadt".

Erster Titel gleich im ersten Jahr?

Für Klopp wäre es gleich in seiner ersten Saison in Liverpool die erste Trophäe. Und das im Wembley Stadion - an jener Stätte, in der er 2013 mit Borussia Dortmund das Endspiel der Champions League gegen den FC Bayern verloren hatte.

Nun ist der Ligapokal sicherlich von den drei großen Trophäen, die der englische Fußball jedes Jahr vergibt, sicherlich der am wenigsten schillernde, doch Finale ist Finale, Titel ist Titel. "Ganz Liverpool hat es verdient", sagte Klopp, "das ist cool. Im Finale zu sein, ist die einzige Möglichkeit, das Finale zu gewinnen. Wenn du es gewinnst, wird sich jeder in 200 Jahren daran erinnern", sagte Klopp.

Klopp weiß, was die Anhänger des FC Liverpool erwarten, wonach sie sich sehnen, was sie sich wünschen.

Klopp sieht keinen einzigen Elfmeter

Schon beim Elfmeterschießen am Dienstagabend gegen Stoke City hatte er Rücksicht auf ein paar Fans genommen - und dadurch keinen einzigen Elfmeter mitbekommen.

"Ich habe keinen Schuss gesehen. Normalerweise schaue ich mir die Elfmeter immer gerne an. Aber mir haben ein paar Zuschauer in der ersten Reihe gesagt, dass sie nichts sehen würden, weil ich so groß bin. Also habe ich mich auf die Bank gesetzt, von wo ich die Elfmeter aber nicht sehen konnten", erklärte Klopp, nachdem er mit dem FC Liverpool sein erstes Finale in England erreicht hatte.

"Ich saß praktisch hinter der Mauer meiner Spieler und konnte deswegen die Elfmeter nicht sehen", führte Klopp weiter aus, "ich werde mir das Elfmeterschießen also zu Hause am Fernseher ansehen. Aber es war auch toll, mir die Fans anzusehen während des Elfmeterschießens."

Stokes Marko Arnautovic hatte kurz vor der Pause das 1:0 erzielt und somit Liverpools 1:0 aus dem Hinspiel egalisiert. Während des Elfmeterschießens entschärfte Liverpools Torwart Simon Mignolet die Schüsse von Peter Crouch und Marc Muniesa. Joe Allen verwandelte dann den entscheidenden Elfmeter zum Sieg für Liverpool.

Liverpooler Penalty-Könige

Ein deutscher Trainer, der gegen eine englische Mannschaft ein Elfmeterschießen gewinnt, ist jetzt nicht die ganz große Überraschung. Könnte man sagen.

Vor allem, wenn man weiß, dass Liverpool nun 14 seiner 17 Elfmeterschießen gewonnen hat und den englischen Ligapokal ohnehin sehr gerne gewinnt. Diese Saison könnte Liverpool den Cup schon zum neunten Mal gewinnen. "Wenn du ein Elfmeter-Schießen gewinnen willst, hol' dir einen deutschen Trainer", schrieb auch England-Legende Gary Lineker auf Twitter.

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