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FIFA-Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin Al Hussein will die FIFA-Wahl absagen lassen
FIFA-Präsidentschaftskandidat Prinz Ali hatte für die Wahl die Installation von Glaskabinen beantragt © Getty Images

Die Absage der Wahl des neuen Präsidenten für den Fußball-Weltverband FIFA ist vom Tisch.

Wie der Internationale Sportgerichtshof CAS am Mittwoch mitteilte, ist der Eilantrag des jordanischen Kandidaten Prinz Ali bin Al Hussein auf "provisorische Maßnahmen" abgelehnt worden.

Der Prinz hatte beantragt, für die Abstimmung am Freitag beim Kongress in Zürich Glaskabinen für die Vertreter der FIFA-Mitgliedsverbände installieren zu lassen.

Domenico Scala, der für die Wahl zuständige FIFA-Kommissionschef, lehnte dies ab, Prinz Alis Anwälte riefen anschließend am Montag den CAS an. "Ich bedauere, dass das System uns im Stich lässt", teilte der 40-Jährige anschließend in einem Statement mit. Die exakte Begründung will der CAS "in einigen Tagen" veröffentlichen.

Von einer gläsernen Abstimmungskabine versprach sich Ali als einer von fünf Kandidaten auf die Nachfolge von Joseph S. Blatter mehr Transparenz.

"Nur eine transparente Glaskabine kann beweisen, dass jeder Abstimmende bei seinem Votum nur seinem Herzen und seinem Gewissen folgt. Dass es keine Zwangsstimmen gibt, die durch gepostete Fotos und damit Druck von außen erzwungen wurden", sagte Renaud Semerdjian, einer der Anwälte von Prinz Ali, der Nachrichtenagentur AFP.

Prinz Ali tritt bei der Abstimmung in Zürich gegen UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino aus der Schweiz (45), Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa aus Bahrain (50), den Franzosen Jérôme Champagne (57) und Tokyo Sexwale (62/Südafrika) an. Im ersten Wahlgang benötigt der Sieger, der Joseph S. Blatter (79/Schweiz) beerbt, zwei Drittel der Stimmen. Danach genügt die absolute Mehrheit (über 50 Prozent).

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