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München und Liverpool - Liverpools Trainer kann im League Cup seinen ersten Titel in England gewinnen. Die Vorzeichen für einen Triumph stehen jedoch schlecht - auch in der UEFA Europa League.

Der Name Manchester fliegt Jürgen Klopp dieser Tage nur so um die Ohren.

Erst bekommt sein FC Liverpool den alten Erzrivalen United als Achtelfinal-Gegner in der UEFA Europa League zugelost. Und dann folgt im Finale des englischen League Cups an diesem Sonntag das Duell mit City (ab 17 Uhr im LIVETICKER).

Die beiden Topklubs könnten die Reds aus sämtlichen Titel-Träumen reißen. SPORT1 nennt fünf Gründe, warum es in diesem Jahr noch nichts wird mit Klopps erster Trophäe auf der Insel.

1. Liverpool ist keine Siegermannschaft mehr

Seit vier Jahren sind die Reds ohne Titel. Der letzte Triumph glückte ihnen 2012 im weniger bedeutsamen Liga-Pokal (3:2 i.E. gegen Cardiff City). Außerhalb dieses Wettbewerbs hält die Durststrecke noch länger an.

Das letzte Mal, dass der Klub richtig jubeln durfte, war 2006 nach dem Gewinn des FA Cups (3:1 i.E. gegen West Ham United). Im internationalen Geschäft ist der Champions-League-Erfolg von 2005 das letzte Highlight.

2. Manchester City hat einen stärkeren Antrieb

Am Sonntag will Liverpool die Negativserie beenden. Auf den ersten Blick kommt der Gegner recht, mit ManCity haben die Reds in dieser Saison schon gute Erfahrungen gemacht.

In der Meisterschaft gab es einen 4:1-Erfolg. Es war Klopps erster Sieg gegen einen Großen der Liga. Seitdem kann der Scheichklub in wichtigen Spielen nicht mehr gewinnen, wie die Vergleiche mit den Titelrivalen Arsenal (1:2), Leicester (0:0 und 1:3) und Tottenham (1:4 und 1:2) zeigen.

Liverpool hat die Citizens vom Meisterschaftskurs abgebracht. Angesichts von sechs Zählern Rückstand droht Manchester in diesem Jahr in der Liga erneut leer auszugehen.

Für die Reds verheißt das nichts Gutes. Nachdem City im FA Cup gescheitert ist und in der Champions League andere Teams als Favoriten gehandelt werden, ist der League Cup die einzige realistische Chance auf einen Titel. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt, zumal sich Coach Manuel Pellegrini nicht ohne Titel verabschieden will.

Und vielleicht setzt der Pokalerfolg sogar noch mal Kräfte frei für den Endspurt im Titelrennen. Eine Aussicht, die Liverpool in jedem Fall verwehrt bleibt.

3. Die Europa League ist Liverpools Erfolgskiller

Wenn die Reds international ran mussten, haben sie danach in der Liga Tribut zollen müssen. Von sechs Ligaspielen nach einem Auftritt in der Europa League hat Liverpool nur eines gewonnen (1:0 gegen Swansea City am 14. Spieltag).

ManCity kann da eine bessere Bilanz vorweisen. Nach sechs Auftritten in der Champions League blieb der Scheich-Klub im darauffolgenden Ligaspiel fünf Mal ungeschlagen.

Nach dem 1:0 gegen Augsburg muss Liverpool erneut die Doppelbelastung bewältigen. Womöglich ein entscheidender Nachteil.

4. Klopps Endspiel-Bilanz ist verheerend

In Dortmund hatte Jürgen Klopp das Image eines Erfolgstrainers. Ein Prädikat, das er sich durch die Meisterschaften 2011 und 2012 verdient hat.

Bei Spielen, in denen es drauf ankommt, kann Klopp weniger glänzen. In seiner Karriere hat Klopp an vier Endspielen teilgenommen - dreimal im Pokal, einmal in der Champions League. Einen einzigen Sieg konnte er verbuchen (5:2 gegen Bayern im DFB-Pokal 2012).

Seine drei letzten Finals hat Klopp verloren: in der Champions League 2013 gegen Bayern (1:2), im DFB-Pokal 2014 erneut gegen die Münchner (0:2 n.V.) sowie ein Jahr darauf im selben Wettbewerb gegen den VfL Wolfsburg (1:3).

5. Manchester United ist der Angstgegner

Mit dieser Bürde geht der Coach auch in die heiße Phase der Europa League. Auf dem Weg ins Viertelfinale stellt sich Angstgegner United in den Weg.

Acht der letzten zehn Begegnungen hat Liverpool verloren. Die letzten vier Spiele gingen an die Red Devils - darunter das 3:1 am 5. Spieltag vor Klopps Dienstantritt und das 1:0 im Rückspiel.

Bei jener Partie an der Anfield Road wurde Klopp von Louis van Gaal taktisch entzaubert. Nach je zwei Siegen und zwei Niederlagen aus der Bundesliga steht es im Duell der Trainer wieder 3:2 für van Gaal. Eine weitere Statistik, die gegen Klopp spricht. 

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