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Die WM 2010 in Südafrika steht unter Manipulationsverdacht
Die WM 2010 in Südafrika steht unter Manipulationsverdacht © Getty Images

Südafrika rückt in den Fokus um die Vergabe der WM 2010. Die FIFA bestätigt die Zahlung von Bestechungsgeldern. Im Blickpunkt steht erneut Jack Warner.

Der Fußball-Weltverband FIFA geht endgültig davon aus, dass Gastgeber Südafrika vor der Vergabe der WM-Endrunde 2010 Bestechungsgelder in Höhe von zehn Millionen Dollar in die Karibik überwiesen hat.

Wie seit langer Zeit vermutet, ist das Geld nun auch nach Ansicht der FIFA an die früheren Funktionäre Jack Warner (73), Chuck Blazer (70) und einen weiteren Offiziellen gegangen. Das steht in der Schadenersatz-Forderung, die der Weltverband an die US-Justizbehörden am Mittwoch übermittelt hat.

Demnach haben die beiden damaligen Mitglieder des Exekutivkomitees und ein weiterer Exko-Angehöriger das Geld im Gegenzug für ihre Stimmen zugunsten von Südafrika erhalten. Die Südafrikaner haben bisher stets bestritten, Bestechungsgelder gezahlt zu haben. Offiziell waren die zehn Millionen Dollar als Fußball-Entwicklungshilfe deklariert.

Der frühere FIFA-Vize Warner (Trinidad und Tobago), der auch im Skandal um die Vergabe der WM 2006 nach Deutschland eine Schlüsselrolle spielen soll, hat laut der FIFA zudem vor der Vergabe der WM 1998 Bestechungsgelder angenommen. Allerdings nicht vom späteren Gastgeber Frankreich, sondern vom unterlegenen Bewerber Marokko.

Laut der FIFA hätten es die Marokkaner im Vorfeld der WM-Vergabe 2010 erneut bei Warner und Blazer (USA) mit einem Bestechungsgeld in Höhe von einer Million Dollar versucht, seien damit aber gescheitert.

Die USA verlangen von Trinidad und Tobago seit Monaten die Auslieferung Warners, der sich bislang aber erfolgreich dagegen wehrt.

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