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Franz Beckenbauer war OK-Chef der WM 2006
Franz Beckenbauer war OK-Chef der WM 2006 © Getty Images

In den Ermittlungen um die Vergabe der WM 2006 zeichnet die Anwaltskanzlei Freshfields den Weg der dubiosen Millionzahlung nach. So floss der Geldstrom.

Nach monatelanger Ermittlung hat die Kanzlei Freshfields den Weg der dubiosen Millionenzahlungen vor der WM 2006 aufgeklärt.

Der Zahlungsfluss nachgezeichnet:

Zwischen 29. Mai und 8. Juli 2002:

Von einem Oder-Konto, dessen Inhaber WM-Organisationschef Franz Beckenbauer und Berater Robert Schwan sind, laufen in vier Tranchen sechs Millionen Schweizer Franken auf einem Konto einer Anwaltskanzlei (Advokaturbüro/Notariat Gabriel und Müller) in der Schweiz ein.

So floss das Geld © SPORT1

Alle mit dem Verwendungszweck: "Erwerb von TV und Marketing Rechten Asien Spiele 2006". Initiiert habe die Überweisung Robert Schwan.

Zwischen 29. Mai und 8. Juli 2002:

Innerhalb von jeweils wenigen Tagen wird das Geld weitergeleitet an ein Konto der KEMCO Scaffolding Co. bei einer Bank in Katar. Alleiniger Anteilseigner der KEMCO-Gruppe ist seit 1985 FIFA-Skandalfigur Mohamed bin Hammam, damals Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee. Der Katari bestreitet den Erhalt des Geldes vehement.

16. August 2002:

Der inzwischen verstorbene Ex-adidas-Boss Robert Louis-Dreyfus weist die Zahlung von zehn Millionen Schweizer Franken auf das Konto der Anwaltskanzlei Gabriel/Müller an.

3. September 2002:

Vom Konto der Anwaltskanzlei Gabriel/Müller gehen rund sechs Millionen Schweizer Franken auf ein Konto von Beckenbauer (Schwan verstarb am 13. Juli 2002).

5. September 2002:

Vom Konto der Anwaltskanzlei Gabriel/Müller gehen vier Millionen Schweizer Franken an die KEMCO Scaffolding Co. in Katar. Verwendungszweck: "Asian Games 2006 Schlusszahlung"

27. April 2005:

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zahlt 6,7 Millionen Euro an die FIFA mit dem Verwendungszweck "Kostenbeteiligung OK an FIFA Football Gala". Freigezeichnet wurde die Überweisung von Theo Zwanziger und Horst R. Schmidt.

27. April 2005:

Die FIFA leitet das Geld umgehend auf das Konto von Louis-Dreyfus weiter.

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