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Timo Gebhart
Timo Gebhart spielte als Profi in Deutschland bisher für 1860 München, den VfB Stuttgart und den 1. FC Nürnberg © Getty Images

Der ehemalige Nürnberger Timo Gebhart soll mit einem Ausflug ins Nachtleben von Bukarest unangenehm aufgefallen sein. SPORT1 hat sich in seinem Umfeld umgehört.

Timo Gebhart ist ein gebranntes Kind. Der ehemalige Nürnberger, aktuell in Diensten von Steaua Bukarest, gilt als potenzielles Enfant terrible. Dazu passte die jüngste Meldung des rumänischen Boulevard-Organs Cancan über einen ausgedehnten Ausflug ins Nachtleben der Hauptstadt nur zu gut. 

Hat sich Gebhart also in disziplinarischer Hinsicht etwas zu Schulden kommen lassen? Steauas Klubeigner Gigi Becali wartete mit der Ankündigung von Konsequenzen zumindest nicht lange: "Er wird uns verlassen", sagte er dem Fernsehsender Romania TV.  

Gebharts Umfeld bleibt gelassen

Das Umfeld Gebharts sieht die Lage wesentlich entspannter.  

"Wir bewerten die Meldungen gelassen, das muss man einordnen. Wer die oft aufgeregten rumänischen Boulevard-Medien kennt, kann einschätzen, wie solche Geschichten entstehen", sagte ein Sprecher seiner Berater-Agentur zu SPORT1. "Zumal, wenn man bedenkt, dass Timo in einer bestimmten Schublade steckt und auf ihn ganz anders geschaut wird als auf viele andere."

VfB Stuttgart v FC Bayern Muenchen  - Bundesliga
Timo Gebhart (hier im Stuttgarter Trikot, l.) erzielte in 100 Bundesligaspielen insgesamt sechs Tore © Getty Images

Gebhart ist seit Ende Januar bei Steaua verpflichtet, war aber zuletzt angeschlagen und kam erst zu vier Kurzeinsätzen für den Europapokalsieger von 1986. Cancan hatte berichtet, der Mittelfeldspieler habe am vergangenen Samstag bis acht Uhr in der Früh in Diskotheken in Bukarest gefeiert.

Er soll anschließend auch beim Betreten eines etwas zwielichtigen Massagesalon gesehen worden sein.

Rückendeckung von Reghecampf

Alles Blödsinn, meint sein Coach Laurentiu Reghecampf: Gebhart habe sich keine Verfehlung geleistet. Vielmehr arbeite er derzeit an seinem Comeback, trainiere ganz normal mit. Laut Reghecampf fehlt ihm aktuell noch etwas zur hundertprozentigen Fitness.

"Timo ist ein brillanter Spieler", sagt der ehemalige Cottbuser und Aachener Bundesligaprofi. "Man muss geduldig mit ihm sein, dann wird man weitersehen. Ich vertraue ihm. Das habe ich Klubbesitzer Gigi Becali gesagt."

Ob das an Becalis Urteil etwas ändert, sei allerdings offen. "Gigi Becali ist der Teambesitzer, und er darf erklären, was er will", meint Reghecampf, aber: "Nur gute Spieler bringen den Verein weiter." 

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