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Sepp Blatter erhielt einen zwielichtigen Auftrag vom Schweizer Außenministerium © Getty Images

Ausgerechnet der geschasste FIFA-Präsident Sepp Blatter sollte 2015 das Ende eines afrikanischen Diktators besiegeln. Doch der Schweizer Plan ging nicht auf.

Jahrzehntelang stand Sepp Blatter an der Spitze der FIFA. Nun kam heraus, dass der einst mächtigste Mann im Fußball einen afrikanischen Diktator stürzen sollte.

Im am Donnerstag erschienenen Buch "Sepp Blatter – Mission & Passion Fußball" berichtet Blatter in einem Nebensatz von einem unglaublich wirkenden Spionage-Auftrag. Demnach sollte der heute 80-Jährige im Jahr 2015 helfen, den Diktator von Burundi, Pierre Nkurunziza, zu stürzen.

Blatter wurde der Auftrag vom Schweizer Außenministeriums (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten/EDA) herangetragen. Er sollte Nkurunziza von einer dritten Amtszeit abhalten, indem er ihm stattdessen einen Posten bei der FIFA schmackhaft machen sollte. Das EDA bestätigte dem Schweizer Blick die diplomatische Mission.

Die Mission schlug fehl. Noch heute ist Nkurunziza Herrscher Burundis. Im vergangenen Jahr schlug der 52-Jährige einen Putsch nieder.

2014 verbot Nkurunziza das Joggen im Land, weil er konspirative Treffen von Oppositionellen beim Laufen vermutete. So wurden 21 Oppositionelle zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt, weil ihnen vorgeworfen wurde, beim Joggen illegale Demonstrationen organisiert zu haben.

Drei Jahre zuvor erhielt Nkurunziza in Monaco einen Preis von der Peace an Dsports International Organzation, weil er in seinem Land den Sport als Mittel der Versöhnung eingesetzt habe.

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