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Hibernian Edinburgh wird zum ersten Mal seit über 110 Jahren wieder schottischer Pokalsieger. Die Fans wollen den historischen Coup auf dem Rasen feiern - es kommt anders.

Nach 114 Jahren hat Zweitligist Hibernian Edinburgh zum dritten Mal den schottischen Pokal gewonnen.

Den 3:2 (1:1)-Triumph der Hibs gegen den Rekordmeister und bisherigen Ligarivalen Glasgow Rangers überschatteten allerdings Ausschreitungen von Fans nach dem Abpfiff auf dem Spielfeld.

Rangers v Hibernian - William Hill Scottish Cup Final
Am Anfang feierten die Hibs-Fans noch relativ friedlich. Das Tor hat die Freude allerdings nicht überlebt. © Getty Images

Wie englische Medien berichten, stürmten die Anhänger der Hibs freudetrunken auf das Spielfeld. Doch anstatt mit ihrem Team zu feiern, wurden die Fans handgreiflich gegen die sich noch auf dem Platz befindlichen Profis des Gegners.

"Nicht einer unserer Spieler konnte den Platz verlassen ohne attackiert zu werden", zitiert der "Daily Record" einen nicht namentlich genannten Rangers-Mitarbeiter.

Eine Hundertschaft der Polizei musste die Ordnung wiederherstellen und das Spielfeld räumen.

Die Polizei stellt die Ordnung mit starker Präsenz wieder her © Imago

Den Siegtreffer für Edinburgh, das 1902 seinen zweiten und bis Samstag letzten Pokaltriumph gefeiert und im Viertelfinale Vorjahressieger Inverness Caledonian Thistle aus dem Wettbewerb geworfen hatte, erzielte David Gray in der Nachspielzeit.

Hibernian nimmt durch seinen Pokalerfolg an der zweiten Qualfikationsrunde zur Europa League teil und ist damit der erste schottische Zweitligist im Europapokal seit der Teilnahme von Queen of South vor acht Jahren.

Unter den Zuschauern: Judy Murray, Mutter des schottischen Tennis-Stars Andy Murray © Imago

Die Rangers, die vier Jahre nach dem Zwangsabstieg in die 4. Liga schon vor dem Finale die Rückkehr in die Premier League perfekt gemacht hatten, waren durch ein 5:4 im Elfmeterschießen gegen den Erzrivalen und Meister Celtic Glasgow ins Endspiel eingezogen.

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