Video

Nach der Auftaktpleite gegen Kolumbien gelingt Jürgen Klinsmann mit den USA ein wichtiger Sieg gegen Costa Rica. Ein Bundesliga-Akteur wird zum Matchwinner.

Mit einem 4:0 (3:0)-Schützenfest gegen Costa Rica hat sich Gastgeber USA bei der Copa America im Kampf um eines der beiden Viertelfinaltickets der Gruppe A zurückgemeldet und gleichzeitig Trainer Jürgen Klinsmann vorerst aus der Schusslinie der Kritik genommen.

Als erstes Team hat dagegen Kolumbien, das die USA zum Turnierauftakt 2:0 besiegt hatte, mit einem 2:1 (2:0) gegen Paraguay die Runde der letzten Acht erreicht.

Remis reicht USA zum Weiterkommen

Am Dienstag hatte kurz vor der Partie US-Fußball-Präsident Sunil Gulati den Druck auf den Ex-Bundestrainer erhöht. "Die Ergebnisse der letzten 18 Monate waren nicht so, wie wir sie erhofft hatten. Vor allem in den Pflichtspielen", kritisierte der US-Soccer-Boss. Klinsmann, seit Juli 2011 in seiner Wahlheimat tätig, patzte zuletzt mit dem Halbfinal-K.o. beim Heim-Gold-Cup 2015, dem verlorenen "Finale" gegen Mexiko um den Startplatz beim Confed Cup 2017 sowie der Schlappe in der WM-Qualifikation im März in Guatemala.

Gegen Costa Rica vertraute der 51-Jährige dennoch auf die Startelf von der Auftaktpleite. Und diese enttäuschte ihren Chef diesmal nicht. Der Hamburger Neuzugang Bobby Wood holte früh einen Elfmeter heraus, den Clint Dempsey (9.) zu seinem 50. Länderspieltor verwandelte. Der Ex-Schalker Jermaine Jones (37.) sowie Woods (42.) erhöhten noch vor der Pause, Graham Zusi (87.) setze den Schlusspunkt unter eine einseitige Partie vor 39.642 Zuschauern in Chicago.

Video

"Einige Spieler haben wirklich zugelegt", lobte Klinsmann nach dem Befreiungsschlag, vor allem Ex-Bundesliga-Profi Jones hob er hervor: "Jermaine hat dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt." Die Zeitung USA Today sieht das "MNT" (Men's National Team) aber noch lange nicht über den Berg. Der beeindruckende Sieg ändere nicht an den "erheblichen Problemen", die die Mannschaft habe, "und sollte "deshalb auch nicht den Druck von Klinsmann nehmen".

James trifft für Kolumbien

Den Amerikanern reicht nun am Samstag ein Remis gegen Paraguay zum Weiterkommen.

Für die Albirrojas war gegen Kolumbien in Pasadena nicht mehr als ein Tor von Victor Ayala (71.) und ein Latten-Freistoß des Ingolstädters Dario Lezcano kurz vor der Pause drin.

Die Cafeteros wiederholten dagegen das Erfolgsrezept vom vergangenen Freitag, kamen nach einer Ecke von James Rodriguez diesmal durch Carlos Bacca (12.) zum frühen 1:0, ehe der Superstar von Real Madrid (30.) erneut selber traf.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel