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61st FIFA Congress - Opening Ceremony
Joseph S. Blatter bestreitet die Selbstbereicherungsvorwürfe © Getty Images

Der ehemalige FIFA-Präsident sieht sich mit Selbstbereicherungsvorwürfen konfrontiert. Der Schweizer bestreitet. Alles sei sauber und fair gelaufen.

Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter weist die schweren Selbstbereicherungsvorwürfe seitens des Fußball-Weltverbandes zurück. "Es ist alles sauber und fair gewesen", sagte Blatter am Samstagmorgen zu den Zahlungsvorgängen, die von der FIFA am Freitag enthüllt worden waren.

Blatter, der frühere Generalsekretär Jérôme Valcke und dessen inzwischen ebenfalls entlassener Stellvertreter Markus Kattner hatten sich demnach über Jahre hinweg über 71 Millionen Euro zugeschanzt.

"Die Beweise scheinen das koordinierte Vorgehen von drei ehemaligen hochrangigen FIFA-Funktionären zu belegen, sich durch jährliche Gehaltserhöhungen, WM-Bonuszahlungen und andere Belohnungen allein in den letzten fünf Jahren um 79 Millionen Schweizer Franken zu bereichern", sagte Bill Burck, Partner bei der die Vorgänge untersuchenden Anwaltskanzlei Quinn Emanuel. Die Juristen nannten auf Grundlage ihrer internen Untersuchungen den Zeitraum 2010 bis 2015.

Die Methoden des Trios waren demnach massive Gehaltserhöhungen im Jahres-Rhythmus, Bonifikationen für WM-Turniere und andere Prämien oder Gratifikationen. Da das auch gegen Schweizer Recht verstößt, droht Blatter mehr denn je eine Anklage vor Gericht.

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