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Marcello Lippi führte Italioen 2006 zum Weltmeistertitel
Marcello Lippi kehrt nicht zur italienischen Nationalmannschaft zurück © Getty Images

Der italienische Weltmeister-Coach  Marcello Lippi (68), den Italiens Fußballverband nach der EM-Endrunde in Frankreich als Technischen Direktor verpflichten wollte, verzichtet auf sein Comeback bei den Azzurri.

Der Erfolgscoach zog die Konsequenzen aus der Kritik in verschiedenen Medien an seiner Person um angebliche Interessenskonflikte, da sein Sohn Davide Berater mehrerer Profi-Fußballer ist.

"Ich will meinen Sohn schützen, der diesen Job seit über zehn Jahren macht. Er hat für seine Zukunft gekämpft, und ich habe ihn stets von meiner Arbeit ferngehalten, zumindest in Italien", sagte Lippi der Gazzetta dello Sport. Der Coach bedauerte seinen Entschluss.

"Ich würde mit großem Enthusiasmus für den Fußballverband arbeiten, doch ich kann nicht", betonte Lippi.

Der Toskaner war 2006 nach Italiens viertem WM-Triumph in Deutschland erstmals als Nationaltrainer zurückgetreten.

Nach dem Viertelfinal-Aus der Südeuropäer bei der EM 2008 unter Lippis Nachfolger Roberto Donadoni übernahm er wieder den Trainerposten, demissionierte jedoch nach dem Vorrunden-K.o. seiner Titelverteidiger bei der WM-Endrunde 2010 in Südafrika erneut.

Zuletzt war Lippi als Trainer beim chinesischen Spitzenklub Guangzhou Evergrande tätig.

Lippi hätte an der Seite von Giampiero Ventura, Nachfolger für den nach der EM zum FC Chelsea wechselnden Nationaltrainer Antonio Conte, zusammenarbeiten sollen.

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