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Gianni Infantino ist Präsident der FIFA
FIFA-Präsident Gianni Infantino gerät auch wegen seines Führungsstils in die Kritik © Getty Images

Das Führungsgremium des Weltverbandes gerät erneut in die Kritik. FIFA-Boss Infantino und Generalsekretärin Samoura sollen Druck auf Mitarbeiter ausüben.

Die Kritik am Führungsstil der neuen FIFA-Spitze um den Schweizer Präsidenten Gianni Infantino reißt nicht ab.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel übt der Boss des Weltverbands ebenso wie die von ihm installierte Generalsekretärin Fatma Samoura massiv Druck auf Mitarbeiter aus, die mögliche Verstöße gegen den FIFA-Ethikcode melden.

Dies gehe unter anderem aus einer Mail hervor, mit der sich der Leiter der FIFA-Reiseabteilung an Cornel Borbely, Chef der Untersuchungskammer der Ethikkommission, gewandt haben soll.

In diesem Schreiben vom 27. Juni schildert der FIFA-Angestellte ein Treffen mit Samoura, bei dem die Senegalesin unmissverständlich "Loyalität" den Vorgesetzten gegenüber fordere und das Verhalten des Reiseabteilungs-Leiters missbillige. Drei Tage nach der Mail an Borbely wurde der Angestellte von seinen Aufgaben entbunden. 

Ende Mai hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung von einem Komplott führender Funktionäre berichtet und vor allem Infantino scharf attackiert.

Angeblich seien Kontrollgremien wie die Audit- und Compliance-Kommission oder die Ethik-Kommission, die zu mehr Transparenz, besserer Verbandsführung und größerer Glaubwürdigkeit verhelfen sollten, geschwächt worden. Auch der frühere FIFA-Finanzchef Markus Kattner hatte sich kritisch geäußert.

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