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Cristiano Ronaldo wird zum dritten Mal zu Europas bestem Fußballer gewählt. Reals Superstar setzt sich gegen Antoine Griezmann und einen Teamkollegen durch.

Cristiano Ronaldo lächelte kurz verhalten, dann nahm er die silberglänzende Trophäe entgegen und entschuldigte sich fast dafür, schon wieder zum besten Spieler des Kontinents gewählt worden zu sein.

"Die anderen beiden hätten es auch verdient gehabt", sagte der Superstar von Real Madrid nach seiner Kür zu Europas Fußballer des Jahres in Monaco.

Neben ihm schauten Teamkollege Gareth Bale (27/Wales) und der Franzose Antoine Griezmann (25) leicht bedröppelt zu - an der Auszeichnung des Europameisters ging aber kein Weg vorbei.

"Die vielleicht beste Saison überhaupt"

"Natürlich bin ich glücklich", sagte der Portugiese im karierten Sakko, der 46 Tage nach dem EM-Triumph in Frankreich den nächsten Titel einsammelte: "Das war vielleicht die beste Saison überhaupt. Es war ein unglaubliches, ein spezielles Jahr."

Die Wahl der UEFA hatte Ronaldo schon 2008 und 2014 gewonnen, nur Dauerrivale Lionel Messi (29/Argentinien) hat ebenfalls drei im Schrank.

"Kleine Erinnerung...", hatte Ronaldo am 5. August, dem Tag der Nominierung, bei Facebook über ein Foto der EURO-Siegesfeier im Stade de France geschrieben.

Auch Griezmann und Bale glänzen

Der bedeutendste Titel des Jahres war in Monaco wohl ausschlaggebend. Griezmann schlich damals als trauriger Final-Verlierer vom Platz, Bale saß schon längst vor dem Fernseher.

Für die beiden Außenseiter sprach allein der Sympathiebonus. Griezmann, der Ronaldo und Bale mit Atletico Madrid auch im Champions-League-Finale unterlag, ist in Frankreich der Liebling der Nation.

Sowohl die Equipe tricolore als auch sein spanischer Klub wären in der vergangenen Saison ohne den 1,76 m großen Stürmer kaum so weit gekommen. Bale brachte das Kunststück fertig, das hoffnungslos unterlegene Wales ins EM-Halbfinale zu führen. Die Feier-Bilder mit Töchterchen Alba Violet gingen um die Welt.

Fakten entscheiden Wahl

Am Ende zählten für die 55 stimmberechtigten Medienvertreter aus allen UEFA-Mitgliedsverbänden aber die eindeutigen Fakten.

Ronaldo, bald Namensgeber des Flughafens in seiner Heimstadt Funchal, kam in den UEFA-Wettbewerben der Saison 2015/16 auf 62 Tore - er traf fast so oft wie die beiden anderen zusammen (Bale 29, Griezmann 38).

Der Portugiese führte sein Heimatland ins EM-Endspiel, in dem er tränenreich verletzt vom Platz getragen werden musste, und verwandelte im Finale der Königsklasse den entscheidenden Elfmeter.

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