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Carlo Ancelotti (l.) hat zu seiner Zeit in Madrid auch von Zinedine Zidanes Aura profitiert © SPORT1-Montage: Paul Hänel/Getty Images

Der FC Bayern testet gegen Real Madrid (Do., ab 1.30 Uhr LIVE auf SPORT1). Trainer Carlo Ancelotti hat davor aus gutem Grund Lob für seinen früheren Lehrling Zinedine Zidane übrig.

Zinedine Zidane hat viel von Carlo Ancelotti gelernt. Sogar den Triumph in der Champions League mit den Königlichen machte Zidane seinem früheren Chef nach.

Spätestens als er im vergangenen Mai den Henkelpott in den Himmel von Mailand stemmte, hatte der Trainer von Real Madrid seine Lehrzeit beendet.

Seine ersten Schritte als Coach einer Profimannschaft machte Zidane als Assistent des jetzigen Bayern-Trainers Ancelotti. Jetzt trifft der frühere Lehrling auf seinen alten Meister.

Denn der FC Bayern testet beim International Champions Cup in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (ab 1.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, die Wiederholung am Donnerstag ab 22.15 Uhr exklusiv auf SPORT1) gegen Real Madrid.

La Decima schweißt zusammen

Das Aufeinandertreffen von Ancelotti und Zidane wird ein freundschaftliches sein.

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Der frühere Weltklasse-Spielmacher ist dem Italiener dankbar, dass er ihn gleich bei seiner Ankunft bei Real als Co-Trainer in die erste Mannschaft hochzog.

Die gemeinsame Arbeit gipfelte im Champions-League-Titel 2014. La Decima – der zehnte Erfolg in der Eliteklasse des europäischen Fußballs – war von den Real-Fans sehnlichst erwartet worden. Zwölf Jahre lang. Das Duo Ancelotti und Zidane lieferte. Ein solcher Erfolg schweißt zusammen.

Lob vom Lehrer

Ancelotti hat daher auch nur warme Worte für Zidane übrig: "Es überrascht mich nicht, dass er Trainer von Real Madrid ist. Wir haben zusammen gute Erfahrungen gesammelt, als wir La Decima gewannen. Er war mein Assistent und er leistete wirklich gute Arbeit", lobte er bei goal.com.

Ancelotti (r.) und Zidane gewannen 2014 zusammen die Champions League
Ancelotti (r.) und Zidane gewannen 2014 zusammen die Champions League © Getty Images

"Menschen wie er verfügen über eine Menge Charisma und eine große Persönlichkeit. Die Spieler haben davor viel Respekt. Sie respektierten ihn auch als Assistenten", schilderte der 57-Jährige weiter.

Ancelotti verriet auch, wie er von Zidane profitierte: "Er half mir, eine gute Beziehung zu Karim Benzema und Raphael Varane aufzubauen. Es klappte nicht nur, weil sie Franzosen waren. Auch die anderen Spieler zollten ihm Respekt. Ich denke, genauso ist es nun mit ihm als Cheftrainer auch."

Zidane macht es wie Ancelotti

Der wortkarge Zidane muss Ancelotti gar nicht groß loben. Wer ihn beobachtet, merkt schnell, wie viel er von der Arbeitsweise Ancelottis hält. Denn Zidane hat sich von seinem früheren Vorgesetzten viel abgeschaut.

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Während des Spiels dirigiert er nur wenig, verfolgt die Partie meist stoisch mit verschränkten Armen. Genau wie Ancelotti.

Hinter den Kulissen lässt er seine Stars gerne an der langen Leine und gibt ihnen die nötigen Freiheiten. Genau wie Ancelotti.

Und die Spieler respektieren ihn alleine schon wegen seiner Erfahrung als früherer Profi auf absolutem Weltklasse-Niveau. Das vielleicht sogar noch ein kleines bisschen mehr als den früheren Mittelfeld-Abräumer Ancelotti.

Letzter Test für Bayern und Real

Der Test zwischen dem FC Bayern und Real Madrid ist für die beiden Trainer jedoch mehr als bloß ein nettes Wiedersehen unter Freunden.

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Die Partie ist auch ein wichtiger Gradmesser, weil sie für beide Top-Teams der letzte Test vor dem ersten Pflichtspiel ist.

Die Bayern müssen danach im deutschen Supercup gegen Borussia Dortmund ran, Real spielt im europäischen Supercup gegen den FC Sevilla.

Spiel vor riesiger Kulisse

Zudem erwartet die Mannschaften eine spektakuläre Kulisse: Mehr als 80.000 Zuschauer werden im MetLife Stadium außerhalb von New York erwartet.

Bayern und Real treffen im MetLife Stadium von New York aufeinander
Bayern und Real treffen im MetLife Stadium von New York aufeinander © Getty Images

Wo sonst die NFL-Teams New York Giants und Jets spielen, können sich die beiden Teams schon mal genauer beschnuppern. Denn vielleicht kommt es ja in der anstehenden Saison nochmal zum Aufeinandertreffen zwischen Ancelotti und Zidane.

Auf noch größerer Bühne - in der Champions League.

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