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Ex-FIFA-Funktionär Costas Takkas wird an die USA ausgeliefert
Die FIFA steht - mal wieder - in der Kritik © Getty Images

"Die Ziele sind erreicht" - die FIFA löst ihre Task Force für den Kampf gegen den Rassismus auf, weil diese ihren Zweck angeblich erfüllt hat. Es hagelt Kritik.

Der Fußball-Weltverband FIFA hat seine 2013 von seinem früheren Präsidenten Joseph S. Blatter eingeführte Task Force gegen Rassismus aufgelöst und sich damit auch heftige Kritik eingehandelt.

Wie die FIFA am Montag mitteilte, habe die Arbeitsgruppe "ihre Ziele erreicht".

Die seit Mai amtierende FIFA-Generalsekrätin Fatma Samoura präzisierte: "Die Task Force hatte einen speziellen Auftrag und hat sehr überzeugende Empfehlungen gegeben, die in ein FIFA-Programm eingeflossen sind."

Es habe einige Fälle von Rassismus in Mannschaften gegeben, "und wir haben strenge Maßnahmen ergriffen", führte die 54 Jahre alte Senegalesin aus. 

FIFA erntet scharfe Kritik

Prinz Ali bin al-Hussein, der 2015 im Kampf um das FIFA-Präsidentenamt gegen Sepp Blatter angetreten war, kritisierte den Entschluss energisch.

"Ich bin tief besorgt. Der Kampf gegen Rassismus ist weit davon entfernt, beendet zu sein. Dass die aktuelle FIFA-Führung erklärt, dass die Empfehlungen der Task Force umgesetzt worden seien, ist eine Schande", sagte der Jordanier.

Die britische Anti-Diskrimierungskampagne "Kick It Out" verurteilte den Schritt der FIFA ebenfalls und verwies auf das kommende Großereignis.

"Das kommt vor der WM in Russland, einem Land, das für rassistische und diskriminierende Praktiken gegen Minderheiten bekannt ist", heißt es in einer Erklärung.

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