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FIFA-Präsident Gianni Infantino setzt im Skandal um die WM 2006 auf die Justiz
FIFA-Präsident Gianni Infantino setzt im Skandal um die WM 2006 auf die Justiz © Getty Images

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich zurückhaltend zu den am vergangenen Donnerstag bekannt gewordenen Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft gegen die Macher im deutschen WM-Organisationskomitee 2006 geäußert.

"Man muss die Justiz jetzt arbeiten lassen, damit völlige Klarheit herrscht. Das ist, was wir uns alle wünschen, dass man genau weiß, was geschehen ist. Daran arbeitet die Justiz und das ist gut so", sagte der 46-jährige Eidgenosse bei Sky.

Die Bundesanwaltschaft hatte vergangenen Donnerstag die Einleitung eines Strafverfahrens gegen Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger, den früheren WM-OK-Chef Franz Beckenbauer sowie die beiden weiteren OK-Mitglieder Wolfgang Niersbach und Horst R. Schmidt bestätigt. 

Begründet wurden die Ermittlungen mit dem Verdacht auf Betrug, Geldwäsche, ungetreue Geschäftsbesorgung und Veruntreuung. Gegen Zwanzigers DFB-Nachfolger Niersbach und Schmidt ermittelt auch die Frankfurter Staatsanwaltschaft.

Infantino begrüßt Reform der Champions League

Die von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) angestrebte Reform der Champions League begrüßt der langjährige UEFA-Generalsekretär. "Ich sehe die Reform positiv, denn im Großen und Ganzen ist es wichtig, gemeinsam Lösungen zu finden, um den Wettbewerb besser zu machen", betonte Infantino.

Im Fußball werde es immer Überraschungen geben. Bisher habe noch kein Klub die Champions League zweimal hintereinander gewonnen, "und das zeigt doch, wie hoch die Qualität und wie ausgeglichen die Spitze ist", so der FIFA-Chef am Rande der Mitgliederversammlung der Europäischen Klub-Vereinigung ECA in Genf.

Die UEFA will künftig nicht nur den vier Top-Nationen vier feste Startplätze in der Gruppenphase der Königsklasse zusichern, sondern auch die Einnahmen für die arrivierten Teams deutlich erhöhen. Davon würden auch die Bundesliga-Starter sehr stark profitieren.

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