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Roma-Legende Francesco Totti (l.) versteht sich mit Diego Maradona (r.) bestens © Imago

Argentinien-Legende Diego Maradona schlägt Roma-Kapitän Francesco Totti verbal zum Ritter. Auch zum Wechsel Gonzalo Higuains zu Juventus Turin hat Maradona eine Meinung.

Bei vielen Fußballfans gilt Diego Maradona auch nach wie vor als der größte Fußballer aller Zeiten. In seinen sieben Jahren beim SSC Neapel wurde der Argentinier in Italien schließlich zur Legende.

Legendenstatus, den hat Francesco Totti bei der Roma ebenfalls längst erreicht. Bereits seit 23 Jahren schnürt der gerade 40 Jahre alt gewordene Weltmeister von 2006 die Fußballschuhe für den AS Rom, in der ewigen Stadt verehren sie ihn ähnlich wie Maradona in Napoli.

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"Bis er 50 ist"

Nun hat sich der 55-Jährige zu Weltmeister Totti geäußert, und die Aussagen kommen einem Ritterschlag gleich: "Totti kann spielen, bis er 50 ist. 40 Spieler der italienischen Nationalmannschaft sind nicht so gut wie er", so Maradona am Rande eines PR-Termins in Rom. 

Die nackten Zahlen geben Maradona recht, Totti erlebt bei seinem Jugendklub gerade so etwas wie den fünften Frühling seiner Karriere: Vier Torbeteiligungen in vier Einsätzen stehen für den Zehner der Roma in dieser Saison zu Buche.

Erst kürzlich verlängerte er seinen Vertrag bis 2023, allerdings war geplant, die Spielerkarriere im Sommer 2017 an den Nagel zu hängen und ins Management des Klubs einzusteigen.

Vielleicht hängt Totti nach den Worten Maradonas zumindest noch ein weiteres Jahr dran.

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Maradona versteht Higuain

Auch zum Rekord-Transfer Gonzalo Higuains von Maradonas Herzensklub Neapel im Sommer zu Juventus Turin hat der Ex-Nationaltrainer Argentiniens eine Meinung: "Als Neapel-Fan war ich traurig, dass Gonzalo zu einem direkten Konkurrenten ging. Aber man kann dem Spieler keinen Vorwurf machen."

Jeder müsse auf sich selber achten, die Verantwortlichen seien dagegen die Geschäftsleute, so Maradona weiter, der zudem kritisiert, dass keiner mehr "an die Fans denke."

Er selbst schlug damals ein Mega-Angebot der Bianconeri aus, wie er verriet bot Präsident Gianni Agnelli dem damaligen Spielmacher einen Blanko-Scheck, auf dem er sein Gehalt eintragen hätte können.

Er antwortete Agnelli, er könne dies "niemals tun, da er sich als Neapolitaner" fühle und in Italien kein anderes Trikot mehr tragen wolle.

Genauso wie Francesco Totti in Rom eben.

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