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Nach seiner vorgetäuschten Verletzung flieht Enner Valencia mit Sanitätern vor der Polizei © Twitter/@andresmunoza

Im Spiel zwischen Ecuador und Chile spielen sich skurrile Szenen ab. Ein Spieler täuscht eine Verletzung vor, um der Polizei zu entkommen. Es kommt zur Verfolgungsjagd.

Manchen Fußballern wird ja ein gewisses schauspielerisches Talent nachgesagt. In dieser Hinsicht macht Enner Valencia so schnell keiner etwas nach. 

Der Profi des FC Everton trat mit der Nationalmannschaft Ecuadors am Donnerstag gegen Chile an - und wurde beim Eintreffen im Stadion gleich von Polizeikräften abgepasst. 

Der Vorwurf an den 26-Jährigen: fehlende Unterhaltszahlungen. Für seine fünfjährige Tochter soll er der Mutter insgesamt 17.000 Euro schulden. 

Polizei verfolgt Kranken-Cart

Um seinen Spieler vor der Verhaftung zu bewahren, nominierte Ecuadors Trainer Gustavo Quinteros Valencia für die Startelf. 

Einmal auf dem Platz, wo im Normalfall selbst Polizisten der Zutritt verwehrt ist, versuchte sich der Stürmer endgültig den Ermittlern zu entziehen. 

Er täuschte eine Verletzung vor, genauer gesagt: Atemnot. In der 82. Minute ließ er sich von medizinischen Betreuern auf einem Krankenwagen-Cart vom Feld und aus dem Innenraum fahren. 

Als die Polizisten Wind von dieser Aktion bekamen, rannten sie dem Gefährt nach. Eine Verfolgungsjagd auf der Tartanbahn, doch Valencia flüchtete mit den Sanitätern in den Innenraum. 

Ob ihm das wirklich half? Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde Valencias Haftbefehl auf Intervention seines Anwalts nach dem Spiel zwar ausgesetzt. Das Gerichtsverfahren bezüglich der ausstehenden Zahlungen läuft dem Vernehmen nach aber weiter.

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