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FBL-WC-2018-FINLAND-KOSOVO
Mit einem 1:1 gegen Finnland konnte der Kosova seinen bislang einzigen Punkt in der WM-Quali holen © Getty Images

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Einspruchs Serbiens gegen die Aufnahme des Kosovo in die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Dienstag abgewiesen.

Laut CAS ist die Aufnahme legitim, da die Republik Kosovo von der Mehrheit der UN-Mitglieder als "unabhängiger Staat" anerkannt werde. Der kosovarische Verband FFK bleibt damit, wie beim Kongress am 3. Mai 2016 in Budapest beschlossen, das 55. UEFA-Mitglied. 

Der serbische Fußball-Verband FSS hatte argumentiert, dass der Kontinentalverband bei der Entscheidung seine eigenen Statuten verletzt habe. Demnach könnten nur Verbände beitreten, die ihren Sitz in einem von den Vereinten Nationen anerkannten Staat haben.

"Formale Anerkennung" gibt es nicht

Der CAS wies nun darauf hin, dass es generell keine "formale Anerkennung" von Ländern durch UN-Mitglieder gibt.

Bei der Abstimmung hatten 28 UEFA-Mitglieder inklusive des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Aufnahme gestimmt, 24 dagegen. Zwei Stimmzettel waren ungültig. Kurz darauf erfolgte auch die Aufnahme in den Weltverband FIFA.

In der Qualifikation für die WM 2018 in Russland liegt der Kosovo in Gruppe I mit nur einem Punkt aus vier Spielen auf dem letzten Platz.

Serbien kämpft auch auf politischer Ebene gegen die Eigenständigkeit des Kosovo, der mehrheitlich von ethnischen Albanern bewohnt wird. Allerdings lebt im Kosovo auch eine starke serbische Minderheit.

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