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Die Spielervereinigung FIFPro gab die Studie in Auftrag
Die Fußballer-Gewerkschaft FIFPro rät Spielern von Transfers in die serbische Liga ab © Getty Images

Die Fußballer-Gewerkschaft FIFPro fordert Spieler zu einem Boykott der serbischen Liga auf. Grund dafür sind immer häufiger werdende Vertragsstreitigkeiten mit den Klubs.

Die Fußballer-Gewerkschaft FIFPro hat wegen zunehmender Vertragsstreitigkeiten zu einem Boykott serbischer Klubs in der Winter-Transferperiode aufgerufen. Die Vereinigung betonte in ihrem neuesten Bericht, dass 68 Prozent der Spieler ihre Gehälter nicht pünktlich bekommen und 89 Prozent der transferierten Spieler zum Wechsel gedrängt wurden.

"Missachtung fundamentaler Rechte"

Der serbische Fußball-Verband soll zudem die Gebühren für Spieler, die einen Prozess gegen Klubs einleiten wollen, erhöht haben. "Das ist eine schamlose Missachtung fundamentaler Rechte professioneller Spieler in Serbien, die nun effektiv in einem gesetzlosen Umfeld spielen", sagte FIFPro-Generalsekretär Theo van Seggelen: "Bis die Situation geklärt ist, raten wir Spielern dringend davon ab, in Serbien Fußball zu spielen." Serbiens Transferfenster ist von 23. Januar bis 17. Februar geöffnet.

50 Prozent der Spieler ziehen vor Gericht

FIFPro sagte, die serbische Spieler-Gewerkschaft Nezavisnost habe in den vergangenen zwei Jahren "unglaubliche" 250 Fälle von Spielern betreut, die vor Gericht gegangen sind - in einer Liga mit rund 500 Spielern. "Wenn man in Serbien einen Vertrag unterschreibt, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent, vor Gericht zu landen", zitierte FIFPro den Präsidenten der serbischen Vereinigung, Mirko Poledica.

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