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VfL Wolfsburg v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga
Einer Studie zufolge erhöht Fußball das Risiko für Hirnschäden © Getty Images

Eine britische Studie enthüllt, dass Profi-Fußballer, ähnlich wie Boxer oder Football-Profis, ein erhöhtes Risiko bei Hirnschäden haben. Doch es fehlen noch Details.

Profi-Fußballer sind ähnlich wie Boxer oder Footballspieler anfälliger für Hirnschäden. Diese These stellt eine am Mittwoch in Großbritannien veröffentlichte Studie auf.

"Das Ergebnis unserer Studie zeigt eine mögliche Verbindung zwischen Fußballspielen und CTE", sagte Helen Ling, Hauptautorin der Studie vom neurologischen Institut der Universität London, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP.

Bei einer Publikation in der Fachzeitschrift Acta Neuropathologica wurden insgesamt 14 Fälle von an Demenz erkrankten Ex-Fußballern genauer betrachtet. Alle seien seit der Kindheit oder der Jugend mit Fußball und Kopfbällen in Berührung gekommen.

Weitere Untersuchung nötig

Bei vier von sechs Spielern wurden dabei bei Untersuchungen nach deren Tod Anzeichen der Chronisch-traumatischen Enzephalopathie (CTE), einer Hirnerkrankung, die in der Regel nach häufigen Schlägen oder Stößen gegen den Kopf auftritt und Demenz verursachen kann, diagnostiziert. Dabei beträgt der Schnitt bei der restlichen Bevölkerung zwölf Prozent.

Den Grat des Risikos gilt es nun herauszufinden. "Dafür ist eine weitere großangelegte Untersuchung in Kooperationen mit Verbänden wie der FA und die FIFA nötig", sagte Ling. Unklar ist zudem weiterhin, ob die Hirnschäden durch übermäßiges Kopfballspiel, Zusammenstößen mit Gegenspielern oder aus anderen Gründen entstanden sind.

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