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Fans von Legia Warschau
Fans von Legia Warschau fallen nicht zum ersten Mal negativ auf © Imago

Bei Legia Warschau läuft es sportlich schlecht. Auf die Spieler wartet nach der Auswärtsniederlage in Posen eine Gruppe von Hooligans - die nicht reden will.

Hooligans von Legia Warschau haben in der Nacht von Sonntag auf Montag nach der 0:3-Niederlage bei Lech Posen auf Spieler ihrer eigenen Mannschaft eingeprügelt, das berichteten mehrere polnische Medien.

Rund 50 Legia-Hooligans warteten demnach vor dem Warschauer Stadion auf die Rückkehr des Teambusses aus Posen. Die Hooligans zwangen dann die Spieler und das Betreuerteam, aus dem Bus zu steigen.

Die Legia-Spieler gingen wohl davon aus, dass es nach dem schwachen Saisonstart mit nur 16 Punkten aus elf Partien um eine Aussprache ging, doch die Hooligans schlugen auf die Fußballer ein.

Warschau bestätigt einen Vorfall

Legia Warschau bestätigte, dass eine Gruppe das Stadion betrat, wie "es nach Auswärtsspielen gängige Praxis ist".

Unglücklicherweise sei es, als der Bus am Parkplatz ankam, zu einem "scharfen Meinungsaustausch" mit den Spielern und dem Trainerteam gekommen, der etwa acht Minuten dauerte.

Der Klub sei sich bewusst, dass "der sportliche Misserfolg starke Emotionen hervorruft, verurteilt aber unmissverständlich jegliche Handlungen, die sich von den akzeptierten Standards unterscheiden".

Weitere Drohungen der Hooligans

Laut Journalist Krzysztof Stanowski verschonten die Hooligans den Trainer Romeo Jozak sowie die Spieler Michal Kucharczyk, Arkadiusz Malarz und einige Jugendspieler.

Der Co-Trainer Aleksandar Vukovic, der als Spieler 200 Mal für Legia spielte, wurde laut der Zeitung Przeglad Sportowy aber geschlagen.

Der Anführer des Überfalls hätte zudem angedroht, dass die Gruppe wiederkommen würde, wenn die Legia-Spieler im nächsten Spiel genauso schlecht spielen. 

Die Warschau-Hooligans waren in der vergangenen Saison negativ aufgefallen, als es am Rande des Champions-League-Spiels gegen Real Madrid zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam.

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