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Barcelona - Der Innenverteidiger bewahrt Real Madrid im Clasico beim FC Barcelona vor der ersten Saisonniederlage. Gleich mehrfach wird den Teams ein Elfmeter verweigert.

Sergio Ramos hat Real Madrid im 265. Clásico beim FC Barcelona ein Remis gerettet und damit möglicherweise einen Big Point auf dem Weg zum 33. Meistertitel in Spanien.

Der Innenverteidiger köpfte beim 1:1 (0:0) bei den Katalanen in der 90. Minute den Ausgleich. Luis Suarez hatte Barca ebenfalls per Kopf in Führung gebracht (53.). (Die Partie zum Nachlesen im Ticker)

Ramos hat damit nach dem Champions-League-Finale (gegen Atletico) und dem Europäischen Supercup (gegen Sevilla) zum dritten Mal in wichtigen Partien entscheidend für Real getroffen - die Presse schrieb von der "perfekten Trilogie". (Die Pressestimmen zum Clasico)

Beiden Teams wurde von Schiedsricher Carlos Glos Gomez ein klarer Elfmeter verweigert.

Die noch ungeschlagenen Königlichen, die auf den verletzten Weltmeister Toni Kroos (Haarriss im Fuß) verzichten mussten, haben damit weiterhin sechs Punkte Vorsprung auf den Erzrivalen.

Ter Stegen verpasst Sieg beim Clasico-Debüt

Der beim Gegentreffer chancenlose Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen verpasste derweil in seinem ersten Clásico nur denkbar knapp den ersten Sieg.

"Wenn man mit Herz spielt, passiert so ein Ergebnis", meinte Real-Coach Zinedine Zidane nach dem Spiel und lobte Ramos: "Ich bin nicht überrascht von seinem Tor. Er hat viel Charakter gezeigt und ist immer da, wenn man ihn braucht."

Die beiden Megastars Lionel Messi (Barca) und Cristiano Ronaldo, die sich seit 2008 alle Auszeichnungen als Weltfußballer des Jahres aufteilten und auch diesmal wieder mit Antoine Griezmann (Atlético Madrid) zu den Top 3 gehören, boten in einem Spiel mit wenigen Offensiv-Aktionen keine große Show.

Angesichts der Clásico-Treffer führt der immerhin etwas aktivere Ronaldo aber weiterhin mit 16:15. (Primera Division: Ergebnisse und Spielplan)

Ronaldo mit kurioser Pose

Während Real ein "Handtuch-Jubelfoto" aus der Kabine twitterte - auf dem Ronaldo wieder zwangsläufig anders reagierte als die Mitspieler und sich in "Denkerpose" zeigte - regierte bei Barca der Frust.

"Wir müssen uns verbessern, das wissen wir", sagte Trainer Luis Enrique: "Aber heute war das Resultat einfach ungerecht. Wir hätten den Sieg verdient. Wir hätten den Sack zumachen müssen. Leider haben wir das nicht getan." Auch Torschütze Suárez meinte: "Wir waren die bessere Mannschaft. Nun müssen wir Stärke beweisen und weitermachen."

Die Partie am Samstag wurde bereits um 16.15 Uhr Ortszeit angepfiffen. Die Liga wollte damit weiter den asiatischen Markt erobern. Weltweit hatten etwa eine halbe Milliarde Menschen das Spiel gesehen.

Barca stand aufgrund der Tabellensituation deutlich mehr unter Druck und war deshalb von Beginn an um Spielkontrolle bemüht. Doch Real gefiel sich zu Beginn sichtlich in der Rolle des Spielverderbers, ließ die Katalanen kommen und schnitt den Spielfluss 20 Meter vor dem Tor erfolgreich ab. 

Referee verweigert zwei Elfmeter

Bereits nach zwei Minuten hätte es Elfmeter für die Madrilenen geben müssen, als Javier Mascherano Lucas Vazquez von den Beinen holte. Die Pfeife vom unsicheren Schiedsrichter Gomez blieb allerdings ebenso stumm wie in der 40. Minute, als Dani Carvajal den Ball im Strafraum mit der Hand spielte.

In den letzten Minuten vor der Pause hätten die gezielten Nadelstiche der Gäste dann fast zum Erfolg geführt, doch ter Stegen parierte innerhalb weniger Sekunden gleich zweimal gegen Ronaldo (37./38.).

Nach der Pause deutete zunächst nichts darauf hin, dass die Partie mächtig Fahrt aufnehmen würde, eine Standard-Situation beendete aber das Abtasten schlagartig.

Iniesta überragt bei Comeback

Nach einem Freistoß von Neymar ließ Real-Innenverteidiger Raphael Varane Suarez am Fünfmeterraum köpfen, der ließ Torhüter Keylor Navas keine Chance.

Real veränderte nun logischerweise komplett seine Strategie und drängte. Doch bei Barca kam Stratege Andres Iniesta nach einer Stunde zum Comeback nach sechswöchiger Verletzungspause und sorgte für Ruhe im Zentrum. (Primera Division: Die Tabelle)

Beinahe hätte der Routinier sogar das 2:0 eingeleitet, doch der von ihm brillant in Szene gesetzte Neymar schoss über das Tor (68.). Messi (82.) hatte erst in der Schlussphase seinen ersten großen Auftritt. Zehn Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit traf dann Ramos und ließ Real feiern.

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