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Luis Enrique (l.) verlässt den FC Barcelona, Philippe Coutinho (r.) soll kommen © SPORT1-Grafik: Eugen Zimmermann/ Getty Images

München - Der FC Barcelona steht nach den schwachen Resultaten der letzten Wochen vor einem weitreichenden Umbruch. Dieser soll auf vier entscheidenden Säulen beruhen.

Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen herrscht beim FC Barcelona Untergangsstimmung.

Zunächst wurde diese in frische Euphorie verwandelt, nach dem sensationellen 6:1 gegen Paris Saint-Germain (Hinspiel: 0:4) schwärmte ganz Europa von Lionel Messi und Co.

Doch nach dem 0:2 in Malaga am Wochenende und speziell nach der 0:3-Klatsche bei Juventus am Dienstag ist die positive Stimmung wie weggeblasen. Barca droht sowohl in der Meisterschaft als auch in der Champions League das frühe Aus, der Wunsch nach einem Umbruch wird immer größer.

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Dieser soll laut dem Hausblatt Sport aus vier entscheidenden Punkten bestehen:

1. Priorität Messi

Lionel Messi soll auch in den kommenden Jahren das Gesicht der Katalanen bleiben.

Der Superstar ist jedoch nur noch bis 2018 gebunden, eine Verlängerung des Vertrags ist trotz gegenseitiger Liebesbekundungen bislang ausgeblieben.

Der Knackpunkt in den Verhandlungen mit dem 29-Jährigen ist offenbar sein Gehalt: 36 Millionen Euro soll der Argentinier bislang verdienen, bei einer Unterschrift wird Messi keinen Cent weniger akzeptieren - vielmehr dürfte der Verdienst weiter ansteigen.

2. Externer Trainer

Luis Enrique hört bekanntlich zum Saisonende auf, der Nachfolger steht noch nicht fest.

Nach dem Debakel in Turin wurde intern offenbar die Möglichkeit verworfen, Co-Trainer Juan Carlos Unzue zum Chef zu machen. Die Meinung unter den Bossen ist klar: So darf es nicht weitergehen, ein externer Einfluss wird gesucht.

Neben den bereits länger gehandelten Ernesto Valverde (Athletic Bilbao), Jorge Sampaoli (FC Sevilla) und Massimiliano Allegri (Juventus Turin) nennt die Sport auch Oscar Garcia (Red Bull Salzburg) als Kandidaten.

3. Namhafte Neuzugänge

Teure Bankdrücker wie Andre Gomes (für 35 Millionen Euro aus Valencia) oder Lucas Digne (für 17 Millionen Euro aus Paris) soll es bei Barca nicht mehr geben.

Künftig sollen weniger Transfers gemacht werden, die potenziellen Neuzugänge sollen dafür den Unterschied ausmachen können. Die Liste an Wunschspielern soll nicht weniger als zehn Namen umfassen, die Kandidaten bereits kontaktiert worden sein.

Am wahrscheinlichsten erscheint eine Verpflichtung von Philippe Coutinho. Der Brasilianer steht zwar langfristig bei Jürgen Klopps FC Liverpool unter Vertrag, der Zeitung nach soll es aber bereits fortgeschrittene Gespräche mit seinen Beratern gegeben haben.

Weitere Wunschspieler sind Marco Verratti (PSG), Hector Bellerin (FC Arsenal) und Paulo Dybala, der allerdings erst am Donnerstag bei Juve verlängert hat.

4. Fokus auf La Masia

Die weltbekannte Nachwuchsschmiede La Masia geriet beim FC Barcelona in den vergangenen Jahren immer weiter in den Hintergrund. Die Verantwortlichen sind sich des Problems bewusst und wollen die Rolle der eigenen Jugend bei den Profis wieder zurechtrücken.

Die selbst entwickelten Spieler seien mit den Werten Barcas aufgewachsen und sollen die Zukunft des Klubs prägen.

U19-Nationalspieler Carles Alena soll künftig regelmäßig Einsätze erhalten, die Rückholaktion des spanischen Nationalspielers Gerard Deulofeu (AC Milan) steht kurz bevor. Auch bei anderen verliehenen Eigengewächsen soll eine Rückkehr geprüft werden, am wahrscheinlichsten ist dies bei Sergi Samper (FC Granada).

Die Idee dahinter: Die Kadertiefe soll mithilfe eigener Talente erhöht und diese Schritt für Schritt an die Stammelf herangeführt werden.

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