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Zlatan Ibrahimovic
Zlatan Ibrahimovic ist mit Paris St. Germain französischer Meister geworden © Getty Images

Zlatan Ibrahimovic ist immer wieder für eine Überraschung gut: Rund zwei Monate nach seinem in Frankreich scharf kritisierten "Scheißland"-Wutausbruch wegen einer Schiedsrichter-Leistung ging der schwedische Fußball-Superstar bei der Meisterfeier seines Klubs Paris St. Germain unverhofft auf Schmusekurs zu seiner Wahlheimat.

"Vive la France - es lebe Frankreich", antwortete der Torjäger auf die Frage nach seinen künftigen Zielen und löste damit bei den PSG-Fans auf den Rängen einen Beifallssturm aus.

Ibrahimovic hatte sich Mitte März nach der 2:3-Niederlage bei Girondins Bordeaux im Kabinengang lautstark über den Referee beschwert.

"Ich spiele seit 15 Jahren Fußball, ich habe noch nie einen Schiedsrichter gesehen wie in diesem Scheißland. Dieses Land verdient PSG nicht", sagte der 33-Jährige in den Katakomben der Arena.

Die französische Liga sperrte Ibrahimovic daraufhin zunächst für vier Spiele, reduzierte die Strafe kurz Zeit danach allerdings auf drei Begegnungen.

Die Polemik-Attacke des exzentrischen Stürmers rief seinerzeit trotz einer zeitnahen Entschuldigung des Goalgetters sogar die französische Politik auf den Plan.

Sportminister Patrick Kanner forderte "Ibrakadabra" öffentlich zu einer Entschuldigung auf, während Parteichefin Marine Le Pen von der rechtsgerichteten Front National den vor drei Jahren vom AC Mailand in die Seine-Metropole gekommenen Angreifer zum Verlassen des Landes bewegen wollte: "Diejenigen, die Frankreich für ein Scheißland halten, können gehen."

Ibrahimovic "Liebeserklärung" an Frankreich auf der PSG-Feier nach dem 3:2-Erfolg gegen Stade Reims zum Saisonabschluss wird in der Grande Nation auch als Marketing-Maßnahme zugunsten seines von katarischen Investoren gesteuerten Klubs gewertet.

Seit dem Ausraster des impulsiven Starstürmers in Bordeaux waren die Imagewerte sowohl von Ibrahimovic als auch seines Vereins in Umfragen stark abgefallen.

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