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Nach dem Tribünen-Unglück von Amiens ist der französische Verband um Aufarbeitung bemüht. Diese kann sich aus zwei Gründen jedoch noch wochenlang hinziehen.

Das Stadion-Unglück vom vergangenen Samstag in Amiens, bei dem es 29 Verletzte gegeben hatte, wirft immer noch viele Frage auf.

Die Aufarbeitung des Vorkommnisse beim Spiel zwischen SC Amiens und OSC Lille, das in der 16. Minute abgebrochen wurde, läuft auf Hochtouren. Beim Torjubel der Gästefans war das Geländer im Lille-Zuschauerblock gebrochen, wodurch die Anhänger in die Tiefe stürzten.

Verband lotet drei Möglichkeiten aus

Es gibt für den französischen Fußball-Verband FFF derzeit drei Möglichkeiten. Erstens, Amiens verliert am grünen Tisch wegen Nicht-Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Dagegen steht, dass der Präfekt des Departements Somme das Stadion am Donnerstag nach einer Sicherheitsüberprüfung noch freigegeben hatte.

Zweitens, der Gast Lille wird zum Verlierer erklärt, weil er seine rund 500 Anhänger nicht im Griff gehabt habe. Bei 29 verletzten Fans eine allerdings unwahrscheinliche Entscheidung.

Drittens, das Spiel wird wiederholt. Nur stellt sich da die Frage wann und in welchem Stadion.

Der Verband will die Verantwortlichen hören, was zwei bis drei Wochen dauern kann. Die Staatsanwaltschaft hat Gutachter mit einer Untersuchung des verwendeten Metalls beauftragt. Auch dies kann sich noch länger hinziehen.

Muss Amiens nach Lille ausweichen?

In einer ersten Maßnahme hat der Verband für das nächste Heimspiel von Amiens vorgeschlagen, das Heimrecht gegen Girondins Bordeaux am 21. Oktober zu tauschen.

Auch muss noch festgestellt werden, ob das nur 12.000 Zuschauer fassende Stade la Licorne (Einhornstadion) trotz der ursprünglichen Zulassung überhaupt erstligatauglich ist, oder ob der Verein aus dem Norden in Zukunft nicht ausweichen muss – zum Beispiel nach Lille. 

Auf den Rängen fehlen zum Beispiel sogenannte Wellenbrecher, die das Stadion-Unglück am vergangenen Samstag verhindert hätten.

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