vergrößernverkleinern
Kaka von Orlando City SC in der MLS
Kaka wird in der MLS des Feldes verwiesen - kaum einer versteht warum © Imago

Kaka wird im MLS-Spiel gegen die New York Red Bulls des Feldes verwiesen. Die Rote Karte nach Videobeweis sorgt für mächtig Aufregung.

In der Major League Soccer hat es einen der wohl kuriosesten Platzverweise aller Zeiten gegeben - mit einem ehemaliger Weltfußballer als Leidtragendem.

Der Brasilianer Kaka sah in der Nachspielzeit der Partie zwischen den New York Red Bulls und Orlando City SC nach einer vermeintlichen Tätlichkeit die Rote Karte. Doch bei der "Tätlichkeit" handelte es sich um eine Mischung aus freundschaftlicher Umarmung und Klaps für einen Gegenspieler.

Was war passiert? Beim Stand von 3:1 für New York gerieten mehrere Akteure nach einem Foul aneinander. Es kam zur Rudelbildung. Als die Unparteiischen eingegriffen und die Gemüter einigermaßen beruhigt hatten, stieß Kaka dazu.

Der Offensivspieler von Orlando packte Gegenspieler Aurelien Collin von hinten mit beiden Händen ins Gesicht, ließ los und tätschelte ihn erneut. Beide Männer lachten dabei.

(Kakas vermeintliche Tätlichkeit und Platzverweis bei Youtube)

Videobeweis beeinflusst Schiedsrichter

Kaka und der Franzose spielten früher gemeinsam bei Orlando, sind sogar befreundet. Von einer ernst gemeinten Attacke kann also keine Rede sein.

Schiedsrichter Jorge Gonzalez hingegen zog den Videobeweis zu Rate. Die Betrachtung der Fernsehbilder durch den Videoassistenten brachten ihn zu der Entscheidung: Platzverweis für Kaka.

Auch als der mittlerweile 35-Jährige und einige seiner Teamkollegen protestierten und sogar Collin hinzuholten, um den Referee umzustimmen, ließ dieser nicht an seiner Entscheidung rütteln.

"Offensichtlich wusste der Schiedsrichter nicht, dass Ricky (Kaka, Anm. d. Red.) und Aurelien enge Freunde sind. Aber sollten sie zurückblicken und sehen, wie sich die beiden anlächeln - ich weiß nicht, ob der Schiedsrichter es wieder tun würde. Es war ein bisschen unglücklich", kommentierte Orlando-Towart Joe Bendik beim Orlando Sentinel die Szene.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel