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Louis van Gaal wird nach der Blamage von Manchester United mit Spott überschüttet
Louis van Gaal wird nach der Blamage von Manchester United mit Spott überschüttet

London und München - Louis van Gaal stellt mit der Rekord-Schmach von Manchester United bei Leicester City selbst Vorgänger Moyes in den Schatten.

Louis van Gaal konnte sich die Rekord-Schmach einfach nicht mehr anschauen.

Das Gesicht tief in der Hand vergraben, saß der niederländische Teammanager von Manchester United auf der Bank, neben ihm starrte Vereins-Ikone Ryan Giggs entgeistert ins Leere.

Erstmals in 853 Premier-League-Spielen verlor der englische Rekordmeister nach einer Zwei-Tore-Führung: 3:5 nach 3:1 - bei Aufsteiger Leicester City (Bericht).

Das hatte selbst der so häufig verspottete Van-Gaal-Vorgänger David Moyes nicht geschafft.

Schlechter als Moyes

Die vernichtenden Schlagzeilen der britischen Presse ließen dann auch nicht lange auf sich warten.

"157 Millionen Pfund ausgegeben - und van Gaal ist schlechter als Moyes", titelte die Boulevard-Zeitung "The Sun", die ihre Aussage gleich noch mit einer weiteren Statistik belegte:

Zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison hatte der Klub unter Moyes zwei Punkte mehr auf dem Konto.

Schon während des Spiels musste sich das Team von van Gaal den Spott von Mario Balotelli gefallen lassen:

Lichtjahre vom Soll entfernt

"Es braucht kein taktisches Genie, um Radamel Falcao und Angel Di Maria zu verpflichten. Jeder United-Fan hätte das gekonnt. Aber die Defensive zu reparieren, ist eine andere Sache", schrieb die "Daily Mail".

Die Zeitung ging mit den "Red Devils" hart ins Gericht: "United ist Lichtjahre entfernt, von wo es sein sollte. Sie haben sich selbst ein großes Problem eingehandelt, keinen starken Innenverteidiger zu verpflichten."

So einer wäre Medhi Benatia möglicherweise gewesen. Der Marokkaner war bei ManUnited im Gespräch, wurde aber offensichtlich nicht mit letzter Konsequenz umworben - und wechselte schließlich zum FC Bayern München.

Häme auch von Gary Lineker:

Van Gaal ratlos

Der ansonsten so selbstbewusste van Gaal zeigte sich nach der Niederlage dann auch schon erstmals ein bisschen ratlos.

"Wenn man 3:1 führt und zum zweiten Mal mit zwei Toren Vorsprung führt, erwartet man so etwas nicht", sagte der 63-jährige Niederländer, der eigentlich den wankenden Riesen wieder auf Kurs bringen sollte.

Bisher ist jedoch von seiner Handschrift trotz der knapp 200 Millionen Euro Investitionen nichts zu sehen.

Kopfwäsche in der Kabine

Die angesprochenen Probleme in der Abwehr wollte van Gaal allerdings nicht alleine für das Desaster verantwortlich machen.

"Man kann nicht sagen, dass die Verteidigung schwach war", betonte er: "Wir haben nicht als Team gespielt in der zweiten Halbzeit."

Das machte der Niederländer dann auch seinen Spielern in der Kabine deutlich.

Nach englischen Medienberichten gab es nach der Niederlage das volle "hairdryer treatment", wohl am besten mit einer gehörigen "Kopfwäsche" übersetzt.

Lampard lässt Mourinho kalt

Deutlich nüchterner kommentierte Chelsea-Teammanager Jose Mourinho den Auftritt seines ehemaligen Schützlings Frank Lampard im Spitzenspiel gegen Manchester City (Roundup).

Der langjährige Chelsea-Spieler hatte beim 1:1 das Ausgleichstor für die Citizens geschossen.

"Frank Lampard ist ein City-Spieler. Ich glaube nicht an die Geschichten über Leidenschaft und Herz, aber vielleicht bin ich zu pragmatisch", sagte der portugiesische Star-Coach der Londoner.

"Liebesgeschichte vorbei"

Zu Lampard meinte Mourinho nüchtern: "Als er entschieden hat, zu einem direkten Mitkonkurrenten Chelseas zu gehen, war die Liebesgeschichte vorbei. Er hat seinen Job als Profi gemacht."

Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung traf der 36 Jahre alte Mittelfeldspieler zum 1:1-Endstand und glich damit den Treffer des deutschen Weltmeisters Andre Schürrle aus.

Es war nach vier Siegen in den ersten vier Spielen die ersten Punktverluste für Spitzenreiter Chelsea.

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