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Gerrard spielend
Für Steven Gerrard setzte es zum Abschied eine Niederlage © Getty Images

Beim bewegenden Abschied von Steven Gerrard von der legendären Anfield Road hat der FC Liverpool die vorzeitige Qualifikation für die Europa League verpasst.

Im letzten Heimspiel des Kapitäns unterlag der 18-malige englische Meister Crystal Palace mit 1:3 (1:1) und benötigt am letzten Spieltag bei Stoke City einen Sieg, um in der kommenden Saison ganz sicher international zu spielen.

Gerrard wurde trotzdem nach Spielschluss euphorisch gefeiert, alle Zuschauer erhoben sich von ihren Plätzen.

"Ich habe vor Fans fast überall in der Welt gespielt, aber ich muss euch sagen, ihr seid die Besten", sagte Gerrard: "Ich habe jede Minute genossen, und es bricht mir das Herz, nie wieder hier vor diesen Fans spielen zu können."

Gänsehautatmosphäre herrschte schon vor der Partie. Gerrard betrat mit seinen drei Töchtern als letzter Spieler den Rasen, beide Mannschaften bildeten ein Spalier.

Sprechchöre für Gerrard

Der sichtlich gerührte 34-Jährige wurde von den Fans mit Sprechchören und Liedern bedacht.

Nach über 700 Spielen und 17 Profi-Jahren wird die Klub-Ikone Liverpool im Sommer verlassen und sich ab Juni für 18 Monate LA Galaxy anschließen.

Der Rahmen stimmte, das Ergebnis nicht: Adam Lallana (26.) brachte die Gastgeber, bei denen der deutsche U-21-Nationalspieler Emre Can in der Startformation stand, zwar in Führung, doch Jason Puncheon (43.), Wilfried Zaha (60.) und Glenn Murray (90.+1) drehten die Begegnung.

Liverpool hatte zwar einige Großchancen, doch es reichte nicht mehr zum Punktgewinn.

"Steven hatte einen wunderbaren Abschied und hat bis zum Ende noch einmal alles gegeben", lobte Trainer Brendan Rodgers. "Er war derjenige, der unser Spiel vorangetrieben hat um zu versuchen, Tore zu erzielen."

Arsenal behauptet sich in Manchester

Der FC Arsenal hat derweil im Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League einen wichtigen Punkt gewonnen.

Mit den Weltmeistern Per Mertesacker und Mesut Özil in der Startelf kamen die Gunners am Sonntag beim direkten Verfolger Manchester United zu
einem späten 1:1 (0:1) und behaupteten damit Rang drei.

Der Spanier Ander Herrera (30.) hatte United in Führung geschossen.

Ein Eigentor von Tyler Blackett (82.) sicherte den Gunners einen Punkt. Mit 71 Punkten hat Arsenal damit weiterhin zwei Zähler Vorsprung auf die Mannschaft von Ex-Bayern-Coach Louis van Gaal.

Am Mittwoch haben die Londoner im Nachholspiel gegen den AFC Sunderland die Möglichkeit, Platz drei endgültig abzusichern.

Huth feiert Klassenerhalt

Ex-Nationalspieler Robert Huth hat mit Leicester City unterdessen den Klassenerhalt in der Premier League perfekt gemacht. Leicester (38 Punkte) genügte am vorletzten Spieltag ein 0: 0 beim FC Sunderland. Innenverteidiger Huth spielte durch.

Der dritte Absteiger nach dem FC Burnley und den Queens Park Rangers wird zwischen Sunderland (37), Newcastle United (36) und Hull City (34) ermittelt.

Newcastle verpasste die Rettung am Samstag durch ein 1:2 (1:0) bei Schlusslicht Queens Park Rangers, Hull City unterlag bei Tottenham Hotspur 0:2 (0:0). Tottenham untermauerte durch den Erfolg seine Europa-League-Ambitionen.

Mane schreibt Geschichte

Sadio Mane schrieb beim 6:1 (5:1)-Erfolg des FC Southampton gegen Aston Villa derweil Premier-League-Geschichte.

Dem senegalesischen Nationalspieler gelang in der ersten Halbzeit binnen 2:56 Minuten ein Hattrick, in so kurzer Zeit war dieses Kunststück noch keinem Profi in der Premier League gelungen. Für die alte Bestmarke hatte Robbie Fowler im Trikot des FC Liverpool 1994 gegen den FC Arsenal gesorgt.

Fowler benötigte für seinen Hattrick 4:33 Minuten. Der 23-jährige Mane war im September 2014 für 15 Millionen Euro von Red Bull Salzburg nach Southampton gewechselt.

Durch den Sieg darf Southampton weiter auf die Europa-League-Teilnahme hoffen.

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