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Jürgen Klopp
Jürgen Klopp war sieben Jahre lang Trainer von Borussia Dortmund © Getty Images

München - Englische Medien berichten bereits über eine Zusage von Jürgen Klopp an den FC Liverpool. Auch die Fans wollen ihn als Trainer. SPORT1 erklärt, warum daraus nichts wird.

#KloppfortheKop - unter diesem Hashtag werben die Fans des FC Liverpool seit geraumer Zeit kräftig für eine Verpflichtung Jürgen Klopps als neuen Trainer. Wenn man aktuellen Medienberichten aus Großbritannien Glauben schenkt, würde dieser Traum sich schon in Kürze erfüllen.

Die Sun berichtet, dass der ehemalige Dortmunder Erfolgscoach umgehend zu den Reds gehen will. Dazu zitiert das Blatt eine Quelle aus Klopps Umfeld wie folgt: "Er wird nur für die richtige Gelegenheit zurückkehren - und Liverpool wäre so eine Gelegenheit. Er überprüft den ganzen Klub, den er als nächstes trainieren will und ob er dort arbeiten kann. Es muss kein Champions-League-Verein sein, aber einer mit der richtigen Energie."

Fans wenden sich von Rodgers ab

Fakt ist, dass Liverpool nicht gerade optimal in die Saison gestartet ist. Mit gerade mal elf Punkten aus sieben Spielen rangiert der 18-fache englische Meister an Position acht in der Tabelle.

Trainer Brendan Rodgers steht zumindest bei den Anhängern bereits in der Kritik. Vom Verein genießt er jedoch nach wie vor das Vertrauen.

Die Gerüchte um Klopp kursieren nun schon seit einigen Wochen. SPORT1 liefert aber fünf Gründe, warum ein sofortiges Engagement des 48-Jährigen an der Anfield Road abwegig erscheint:

  • Zunächst einmal ist der Bericht der Sun mit äußerster Vorsicht zu genießen. Die englische Boulevardzeitung bezieht sich auf eine Kontaktperson aus  Klopps Umfeld. Wer diese genau ist, spezifiziert das Blatt nicht. Zudem schießen Gerüchte auf der Insel zuweilen wie Pilze aus dem Boden.
  • Darüber hinaus wird in dem Zusammenhang eine Forderung genannt, die so gar nicht zu Jürgen Klopp passt. Demnach soll er die vollständige Macht in Sachen Transferpolitik beanspruchen. In Dortmund ist er gut damit gefahren, alle Personalplanungen gemeinsam mit Hans-Joachim Watzke und Manager Michael Zorc durchzuführen.
  • Des Weiteren würde die schnelle Übernahme eines neuen Jobs nicht mit der Ankündigung Klopps einhergehen, zunächst einmal eine Pause einzulegen. "Nach sieben intensiven und emotionalen Jahren 'Echter Liebe' halte ich es für sinnvoll, die unzähligen Erinnerungen zu verarbeiten, bevor ich mit meinem Trainerteam frisch und hochmotiviert eine neue Aufgabe übernehme", hatte Klopp nach seinem Abschied vom BVB betont. Auch den Wunsch zu äußern, einen Klub zu trainieren, der über einen Coach verfügt, wäre nicht Klopps Stil.
  • Erst kürzlich hat Klopp die Vermutungen um seine Person ins Reich der Fabeln verwiesen. "Ich habe nichts mit den Liverpool-Gerüchten zu tun", hatte er der Bild gesagt.
  • Schließlich ist Klopp im Augenblick mit anderen Dingen beschäftigt. Wie die Welt unter Berufung auf gründerszene.de berichtet,investiert Klopp in ein Start-up-Unternehmen, das sich mit der anonymen Beratung von Fußballtrainern beschäftigt. Dafür stellt er sich auch als Gesicht in einem Werbespot zur Verfügung.

Die Reds-Fans können wohl noch so viel Werbung via Twitter machen, aus einem kurzfristigen Engagement von Jürgen Klopp vor dem "Kop", der Tribüne an der Anfield Road, wird wohl - vorerst - nichts.

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