Video

München - Nach der nächsten Niederlage im League Cup gegen Stoke City nimmt Jose Mourinho seine Spieler demonstrativ in Schutz. Vermeintliche Experten bekommen dagegen ihr Fett weg.

Die Luft für Jose Mourinho wird immer dünner.

Mit 4:5 verlor Chelsea am Dienstagabend gegen Stoke City im Elfmeterschießen und verabschiedete sich damit frühzeitig aus dem League Cup. Eden Hazard versagten im entscheidenden Moment die Nerven.

Für die Londoner und ihren heftig in der Kritik stehenden Trainer war es die vierte Pleite aus den vergangenen sieben Pflichtspielen.

In der Liga liegen die "Blues" auf einem indiskutablen 15. Platz, elf punkte hinter den Topteams Manchester City und FC Arsenal. (DATENCENTER: Tabelle Premier League) 

"Mourinho in Not. Chelseas Coach nach Hazards Fehlschuss unter Beschuss", titelte der Daily Star. "Noch mehr Qual für Mourinho" schrieb der Telegraph. Und auch der Guardian sah "Mourinhos Kummer wachsen."

Mourinho stellt sich vor die Mannschaft

Nach dem Schlusspfiff nahm Mourinho sein Team aber demonstrativ in Schutz. "Das ist nicht traurig für mich, sondern für die Spieler", sagte der Portugiese: "Sie haben alles gegeben. Bis auf das Ergebnis war alles gut."

Dabei hatte der Mirror zuletzt noch berichtet, dass die Beziehung des Trainers zu einigen Stars in den vergangenen Monaten deutlich abgekühlt sei. Von einer Rebellion könne zwar nicht die Rede sein, aber mehrere Spieler sollen ihrem Unmut Luft gemacht und sich über Mourinho beschwert haben.

Für große Verwirrung innerhalb der Mannschaft würde vor allem das wiederholte Fehlverhalten des Trainers an der Seitenlinie sorgen.

Mourinho schießt gegen die Presse

Auch dieses Mal sorgte Mourinho wieder für Aufsehen, wenn auch nicht an der Seitenlinie. Stattdessen kritisierte er - mal wieder - die Presse und die Experten auf der Insel. "Was einige Leute schreiben, ist schlecht für die Spieler. Meine Spieler müssen heute Leuten gegenübertreten die über sie reden und schreiben und sie am Ende als "dumm" bezeichnen. Vielleicht denken sie, dass meine Spieler so sind wie sie damals", schimpfte er über namentlich nicht genannte Ex-Spieler, die mittlerweile für die Medien tätig sind.

Die Niederlage wollte "The Special One", aufgrund der Art und Weise wie sie zustande gekommen war, nicht zu hoch hängen: "Es ist schwerer, wenn du schlecht spielst und verlierst als wenn du gut spielst und verlierst. Wir fahren traurig aber mit einem positiven Gefühl nach Hause."

Duell gegen Klopp wartet

Dieses Gefühl will er auch in das Spiel am Wochenende retten. Dann geht es für die "Blues" gegen den FC Liverpool und den neuen Coach Jürgen Klopp (Samstag ab 13.15 Uhr im LIVETICKER).

Noch ist aber offen, ob es überhaupt zum Duell zwischen "The Special One" und "The Normal One" kommt. Zum einen droht Mourinho wegen eines Ausrasters in Richtung der Schiedsrichter im Spiel gegen West Ham weiterhin eine Sperre. Zum anderen wurde das Spiel gegen Stoke in den englischen Medien vorab bereits zum "Endspiel" für den Portugiesen auserkoren.

Eine vorzeitige Entlassung käme dem amtierenden Titelträger allerdings teuer zu stehen. Grund soll eine Klausel in Mourinhos Vertrag sein. Bei einem Rauswurf würde Mourinho laut dem Mirror eine Entschädigung von satten 37,5 Millionen Pfund (rund 51 Millionen Euro) zustehen.

Ancelotti als Nachfolger?

Chelsea-Boss Roman Abramowitsch hat jedoch bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass er nicht vor Abfindungen zurückschreckt. Mehrere englische Medien sind sich bereits sicher, dass die Londoner schon Kontakt mit potenziellen Nachfolgern aufgenommen habe.

Unter ihnen auch der angeblich vom FC Bayern umworbene Carlo Ancelotti. Der Italiener war bereits von 2009 bis 2011 Trainer an der Stamford Bridge und kennt sich daher im Klub bestens aus. Zudem ist er sofort zu haben.

Ein wichtiges Kriterium, falls Mourinho am Wochenende auch gegen Jürgen Klopp verlieren sollte.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel