vergrößernverkleinern
Jürgen Klopp besuchte in Liverpool ein Pub
Erwischt! Jürgen Klopp (mit seiner Ehefrau Ulla) möchte nicht von einem Fan fotografiert werden. © XPOSURE

München - Der Hype um Jürgen Klopp in Liverpool ist groß. Ex-Reds-Profi Karl-Heinz Riedle erklärt bei SPORT1, dass dieser auch so schnell nicht abebben wird. Er gibt auch Entwarnung.

Für Jürgen Klopp hat der Alltag beim FC Liverpool begonnen.

Der neue Trainer der Reds hat am Montag das erste Training geleitet und plant nun, den Verein Stück für Stück nach vorne zu bringen. Den Hype um seine Person seit seiner offiziellen Vorstellung an der Anfield Road hat Klopp offenbar gut verarbeitet.

Karl-Heinz Riedle spielte in England beim FC Liverpool (1997-1999) und beim FC Fulham (1999-2001)

Dennoch traf in dieser weitgehend unvorbereitet.     

Kann sich Klopp auf der Insel überhaupt frei bewegen, ohne wie ein Popstar von den Fans umlagert zu werden? Karl-Heinz Riedle hat leise Zweifel - aber nur für eine Weile.

"Menschen haben ein wunderbares Gespür"

"Ich denke, das wird jetzt im ersten Schritt etwas schwierig sein, aber danach wird auch er seine Privatsphäre finden wie viele andere vor ihm auch. Die Menschen haben ein wunderbares Gespür für so etwas", sagt der frühere Profi von Borussia Dortmund und Weltmeister von 1990 zu SPORT1

Von 1997 bis 1999 spielte Riedle für Liverpool und traf in 59 Spielen für die Reds elf Mal. Seit November 2014 ist Riedle als "internationaler Markenbotschafter" für den BVB tätig.

Klopp genießt Sympathien

Die Sympathien der Engländer genießt Klopp in den ersten Tagen. Wie ein ganz normaler Liverpooler trank der frühere BVB-Coach gleich am ersten Abend ein Bier im Außenbereich eines Pubs in seiner neuen Heimatstadt.

Natürlich blieb er nach dem großen Wirbel um seinen Amtsantritt nicht lange alleine. Einige Damen gesellten sich zu Klopp, mit denen er bereitwillig für Schnappschüsse posierte. Wenig überraschend hatte sich der 48-Jährige bei seiner ersten Pressekonferenz als "The Normal One" vorgestellt. Klopp begann vom ersten Tag an damit, diesem Image gerecht zu werden.

Klopp will nicht beim BVB wildern

Währenddessen können seine ehemaligen Kollegen in Dortmund aufatmen. Denn Klopp habe nicht vor, Spieler seines ehemaligen Vereins zu verpflichten. In der Bild hatte er gesagt: "Das ist in keiner Weise mein Ansatz."

Riedle meinte dazu: "Ich hoffe wirklich, er holt niemanden, denn wir brauchen dort alle selbst."

Zudem seien ohnehin schon jetzt "Topspieler bei Liverpool vorhanden, die auch sicher in sein System passen werden".

Nur mit Emotionen dürfte es aber nicht klappen mit dem Erfolg, glaubt Riedle: "Die Leute wollen ehrlichen Fußball, aber man muss sich nichts vormachen: Sie wollen auch wieder Titel sehen, und das wird am Ende zählen für Jürgen."

Und weiter: "Aber seine Art, das Team zu führen und die besondere Beziehung, die er zu Dortmunds Fans hatte, sollte auch für die Fans von Liverpool passen."

Daher sei Klopp auch der perfekte Coach für die Reds: "Wie sagt man so schön: 'It‘s A Perfect Match'. Die Leute wollen einen attraktiven und leidenschaftlichen Fußball sehen - und für all das steht Jürgen."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel